Iran-Deal
Trump: Meine Macht hat keine Grenzen
Donald Trump verteidigt weiterhin seinen Deal mit dem Iran. Der US-Präsident spricht von einem "Sieg" und wütete gegen Kritiker, auch aus seiner Partei. Die Vereinbarung sei ein "Erfolg" und sichere den Vereinigten Staaten "niedrigere Ölpreise und den Sieg", schrieb Trump am Donnerstag in seinem Onlinedienst Truth Social. Alles andere sei "Propaganda" der oppositionellen Demokraten. Zum Beleg verwies der Präsident auf steigende Aktienkurse. Bereits am Donnerstag hatte er Kritiker des Iran-Deals als "Dummköpfe" bezeichnet.
"Es gibt keine Grenzen"
Im Gespräch mit Axios begründet Trump die Einigung damit, dass eine Fortsetzung des Krieges massive wirtschaftliche Verwerfungen bis hin zu einer weltweiten Depression hätte auslösen können. Zugleich betonte er, die Vereinigten Staaten hätten den Iran militärisch klar besiegt.
Im Gespräch wies Trump zudem zurück, dass ihn die Erfahrungen des Konflikts demütiger gemacht hätten. Auf die Frage, welche Erkenntnisse er über die Grenzen seiner Macht gewonnen habe, antwortete er knapp: "Es gibt keine Grenzen."
Vance spricht von einem "Gewinn für das amerikanische Volk"
US-Vizepräsident JD Vance nannte das Abkommen unterdessen einen "Gewinn für das amerikanische Volk". Der Iran erhalte "keinen einzigen Penny" von den USA, sagte Vance. Er verbat sich zudem Kritik aus Israel. "Wenn ich im Kabinett der israelischen Regierung säße, würde ich vielleicht nicht den einzigen mächtigen Verbündeten angreifen, den ich überhaupt noch irgendwo auf der Welt habe", sagte Vance.
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Insbesondere bei außenpolitischen Hardlinern - sogenannten Falken - unter Trumps Republikanern stößt die Vereinbarung auf Widerspruch. Der Senator Bill Cassidy schrieb im Onlinedienst X, der frühere Präsident Ronald Reagan würde sich "im Grab umdrehen". Trump habe "den schlimmsten außenpolitischen Fehltritt seit Jahrzehnten" begangen. Der Präsident hatte zuvor dafür gesorgt, dass Cassidy ab November nicht mehr im Kongress sitzt.
Der republikanische Vorsitzende des Streitkräfteausschusses im Senat, Roger Wicker, nannte das Iran-Abkommen "völlig im Widerspruch" zu Trumps Zielen. Scharfe Kritik übte er an der zugesagten Lockerung der Wirtschaftssanktionen, während der Iran lediglich zusage, "weitere 60 Tage zu verhandeln".
Wicker kritisierte weiter, mit dem geplanten Wiederaufbaufonds in Höhe von 300 Milliarden Dollar (rund 260 Milliarden Euro) für den Iran stelle Trump Teheran deutlich mehr Mittel zur Verfügung als der frühere Präsident Barack Obama mit dem Iran-Abkommen von 2015 - selbst wenn das Geld nicht von US-Steuerzahlern komme, sondern aus der Wirtschaft.