Tödliche Fluten

Unwetter-Schock: Wassermassen reißen Autos mit

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Heftige Unwetter und Sturzfluten halten weite Teile Südeuropas in Atem. In Spanien verwandelten sich Straßen in reißende Flüsse, eine Stadt rief den Notstand aus und trauert um ein Todesopfer.
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Spanien. Das kleine Städtchen Madrigueras in der spanischen Provinz Albacete wurde am Freitag von gewaltigen Regenmassen heimgesucht. Bis zu 150 Liter Niederschlag pro Quadratmeter verwandelten die Straßen in reißende Bäche und spülten geparkte Autos einfach weg.

Der lokale Katastrophenschutz hat umgehend eine erhebliche Gefahrenlage ausgerufen und die Bevölkerung angehalten, ihre Häuser keinesfalls zu verlassen. Auch die Regionalregierung reagierte auf die extremen Bedingungen und aktivierte den Notfallplan.

Eine Frau weint, während sie nach den Überschwemmungen in Madrigueras ihr Haus reinigt. © APA/AFP/JOSE JORDAN

Todesopfer und dramatische Rettungsaktionen

Die Wassermassen forderten in Madrigueras ein tragisches Todesopfer. Eine 102-jährige Frau verlor in ihrem eigenen Haus das Leben, nachdem der Wasserpegel in den Innenräumen auf rund einen Meter angestiegen war.

Ein nach Überschwemmungen eingestürztes Gebäude in Madrigueras nahe Albacete im Südosten Spaniens, aufgenommen am 3. Oktober. Eine 102-jährige Frau starb infolge der Überschwemmungen in ihrem Haus in Madrigueras, wo am Freitag über mehrere Stunden hinweg heftiger Regen fiel. © APA/AFP/JOSE JORDAN

Die Feuerwehr und weitere Rettungsdienste mussten im Laufe des Nachmittags und der ersten Nachtstunden rund 90 Menschen aus ihren Häusern befreien. Bei den Behörden gingen unzählige Notrufe von Anwohnern ein, die verängstigt waren und nicht wussten, was sie tun sollten.

Politik reagiert auf das Unwetter-Chaos

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez äußerte sich auf dem Netzwerk X zu den tragischen Ereignissen: "Meine ganze Anteilnahme gilt den Angehörigen der Frau, die infolge der Überschwemmungen gestorben ist, und unsere volle Unterstützung und Solidarität den betroffenen Anwohnern".

Am Samstag machte sich der Präsident von Kastilien-La Mancha, Emiliano García-Page, selbst ein Bild von der Lage in Madrigueras, wo die Guardia Civil aktuell bei den Aufräumarbeiten hilft.

Nicht nur Spanien kämpft mit dem Wetterextrem: Auf der griechischen Insel Kreta starben bereits zwei Menschen.

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Videos 02.10.2026


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Unwettergefahr hält am Wochenende an

Die instabile Wetterlage greift in Spanien weiter um sich. Bereits am Freitag galten in mehreren Regionen, darunter Valencia und die Balearen, Warnungen der Stufe Orange vor heftigen Gewittern und Hagel. An der Küste von Tarragona wurde wegen sintflutartiger Regenfälle sogar die rote Warnstufe ausgerufen.

Am Sonntag droht zudem ein Höhentief – eine sogenannte DANA – über dem Westen der Halbinsel. Dieses könnte erneut starke Schauer auslösen und weitere Gebiete gefährden, während die Temperaturen am Wochenende weiterhin recht warm bleiben.