Kurz vor Auftakt

USA verweigert Einreise von WM-Schiri

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Omar Artan sollte der erste Schiedsrichter aus Somalia sein, der ein Spiel bei einer Fußball-WM leitet. Aber nun wird ihm die Einreise verweigert.

Omar Artan wollte bei der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko Geschichte schreiben. Er wollte der erste Schiedsrichter aus Somalia sein, der auf der größten Fußball-Bühne ein Spiel pfeifen durfte. Doch nun kommt der große Schock für ihn: Seine Einreise in die USA wird verweigert.

Gegenüber der Nachrichtenagentur „AFP“ erklärte am Montag ein Vertreter des somalischen Sportministeriums, dass Artans Einreise am Miami International Airport verweigert worden sei.

Somalia steht auf Trumps Liste

Die Gründe sind derzeit noch unbekannt. Aber: Somalia gehört zu jenen Ländern, die auf der Einreiseverbotsliste von US-Präsident Donald Trump stehen.

Laut Ciise Aden Abshir, leitender Berater des somalischen Ministeriums für Jugend und Sport und ehemaliger Kapitän der Nationalmannschaft, hat Artan ein gültiges Visum für die USA gehabt. Der betroffene Schiedsrichter soll nach Istanbul zurückgeflogen sein.

Schreibt Geschichte

Abshir erklärte gegenüber der „AFP“: „Ihm die Einreise in die Vereinigten Staaten zu verweigern und ihn daran zu hindern, geplante Spiele zu leiten, schadet nicht nur ihm persönlich, sondern untergräbt auch das Bekenntnis des Fußballs zu Fairness, Leistung und dem Geist des Fairplay.“

Artan gehört zu den 52 Schiedsrichtern, die vom Weltverband FIFA für das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko ausgewählt wurden. Damit hätte der 34-Jährige der erste somalische Schiedsrichter sein sollen, der bei einer WM zum Einsatz kommt.