Strompreise

Verbund-Chef Strugl lobt Industriestrategie

© Andreas Tischler / Vienna Press
"Es soll leistbare Preise geben", sagt Verbund-Chef Strugl. Dabei helfe die Industriestrategie. Minister Hattmannsdorfer will keine "Klimapolitik um jeden Strompreis".
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Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) will "schlussmachen mit Klimapolitik um jeden Strompreis". Das sagte er bei einer Diskussionsrunde rund um die Industriestrategie am Dienstag. Zentral für die Energiepolitik seien demnach Versorgungssicherheit, Leistbarkeit und Unabhängigkeit. Mit der Industriestrategie der Regierung soll Wirtschaftspolitik "wieder ins Zentrum des gesellschaftlichen Diskurses" rücken. Das viel zitierte energiepolitische Dreieck umfasst üblicherweise die Ziele Versorgungssicherheit, Leistbarkeit und Nachhaltigkeit, Hattmannsdorfer ersetzte Letzteres in seiner Keynote mit dem Ziel der Unabhängigkeit.

Seit Anfang 2026 hat Österreich eine Industriestrategie – und damit einen strategischen Rahmenplan für den Industriestandort Österreich. Die Zielsetzungen sind ambitioniert: Bis 2035 soll Österreich unter die 10 wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaften der Welt aufsteigen. Strategisch besonders relevante Schlüsseltechnologien sollen mit einer gezielten Offensive im Ausmaß von 2,9 Mrd. EUR unterstützt werden, darunter die Wasserkraft, so Verbund-Chef Michael Strugl.

Strugl: Klimawandel kostet Milliarden

Der Chef des teilstaatlichen Energiekonzerns Verbund, Michael Strugl, sagte:  "Fakt ist aber, dass die Klimaveränderung passiert und Fakt ist, dass sie uns Milliarden kostet", sagte der Verbundchef. Notwendig sei eine "massive Elektrifizierung in allen Sektoren", die nur gelingen könne, wenn die Strompreise bezahlbar bleiben. Der Verbund-Chef wünscht sich einen sachlicheren energiepolitischen Diskurs.

Die Industriestrompreise und Großhandelspreise für Strom sind in Europa höher als in den USA oder China. Hier muss Europa Potentiale ausschöpfen.

Wasserkraft-Potentiale ansehen

"Wir wissen, dass es Wasserkraft-Potentiale gibt", sagt Strugl. Oft gebe es aber einen Interessenskonflikt mit ökologischen Fragen, von Fischaufstieg "bis ins Hochgebirge, wo es eigentlich keine Fische gibt." Wenn man an diese Dinge pragmatisch hingehe und nicht dogmatisch, dann "bringt die Industriestrategie viele Vorteile für Österreich."