Verletzungssorgen
WM-Zittern um Ex-Austrianer Tabaković
Der 31-Jährige steht zwar im Kader von Bosnien-Herzegowina für die Weltmeisterschaft und ist mit nach Nordamerika gereist. Ob der Stürmer beim Gruppenauftakt gegen Gastgeber Kanada am Freitag (ab 21 Uhr, HIER im Sport24-Liveticker) tatsächlich auf dem Platz stehen wird, bleibt allerdings offen. Rund um seine Verletzung gibt es weiterhin mehr Fragen als Antworten.
Verletzung im letzten Bundesliga-Spiel
Zur Erinnerung: Ausgerechnet im letzten Bundesliga-Spiel der Saison nahm das Drama seinen Lauf. Beim 4:0 von Borussia Mönchengladbach gegen Hoffenheim traf Tabaković zwar noch, verletzte sich wenig später aber bei einem Zweikampf am Fuß und musste ausgewechselt werden. Besonders bitter: Nach dem Ende seiner Leihe kehrt der Bosnier nun ausgerechnet nach Hoffenheim zurück, wo mit Christian Ilzer ein österreichischer Trainer auf ihn wartet.
Was zunächst wie das sichere WM-Aus aussah, entwickelte sich in den Tagen danach zu einem regelrechten Diagnose-Poker. Erste Berichte sprachen von einem Bruch im Sprunggelenksbereich und einer monatelangen Pause. Manche Medien strichen den Ex-Austrianer bereits von der WM-Liste.
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Doch dann folgte die Kehrtwende. Während Gladbach öffentlich nur von einer Fußverletzung sprach, meldete der bosnische Verband deutlich optimistischere Signale. Statt einer schweren Fraktur war zuletzt eher von einer Bänderverletzung, einer Kapselbeteiligung oder einem kleinen Haarriss die Rede.
Fest steht nur: Tabaković fährt mit. Wie groß seine Rolle bei der WM tatsächlich sein wird, weiß derzeit aber niemand. Vom Stammspieler bis zum Joker scheint alles möglich.
ÖFB-WM-Schreck
Für Bosnien wäre ein Ausfall besonders schmerzhaft. Schließlich zählt Tabaković nicht nur zu den wichtigsten Offensivspielern des Teams, sondern hatte auch entscheidenden Anteil am WM-Ticket. Ausgerechnet gegen Österreich brachte der Ex-Austrianer die Bosnier im letzten Qualifikationsspiel in Führung und hatte seine Mannschaft damit bereits auf Kurs direkte WM-Qualifikation geschossen. Erst Michael Gregoritsch rettete dem ÖFB mit seinem späten Ausgleich das 1:1. Umso größer ist nun die Hoffnung der Bosnier, dass ihr Torjäger rechtzeitig fit wird und auch bei der Weltmeisterschaft eine wichtige Rolle spielen kann.