Rangnick-Coup

Nächster ÖFB-Star kommt aus Brasilien

Cauã Rirsch da Costa
© Instagram
Während ganz Österreich auf die Weltmeisterschaft blickt und gleichzeitig gespannt auf Rangnicks Entscheidung zwischen ÖFB und AC Milan wartet, arbeitet der Deutsche längst an der Zukunft des heimischen Fußballs. Und dabei ist dem Verband offenbar der nächste Transfer-Coup gelungen.
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Nach Paul Wanner und Carney Chukwuemeka trägt künftig auch ein Talent aus Brasilien Rot-Weiß-Rot. Der erst 15-jährige Cauã Rirsch da Costa wurde für Österreichs U16-Nationalteam nominiert und könnte bereits am Mittwoch bei den zwei Testspielen gegen Deutschland (10.45 Uhr und 12.45 Uhr) sein Debüt feiern.

Die Geschichte dahinter klingt fast wie ein Fußball-Märchen. Aufgewachsen im Hinterland von São Paulo, spielt der Linksverteidiger für den Esporte Clube Meia Noite. Dank seiner österreichischen Vorfahren besitzt er aber auch die rot-weiß-rote Staatsbürgerschaft. Und genau das brachte den ÖFB auf seine Spur.

Rangnicks Riecher schlug wieder zu

Wobei: Ganz zufällig war die Entdeckung nicht. Denn einmal mehr hatte Rangnick seine Finger im Spiel. Über sein internationales Netzwerk landeten Videos und Scouting-Berichte des Teenagers bei Thiago Scuro, dem Sportdirektor der AS Monaco und langjährigen Rangnick-Vertrauten aus gemeinsamen Red-Bull-Zeiten. Von dort führte die Spur direkt zum ÖFB-Teamchef, der offenbar sofort überzeugt war und U16-Coach Hermann Stadler die Einberufung empfahl.

Genau diese Fähigkeit, Talente früh zu erkennen, Netzwerke zu nutzen und langfristig Strukturen aufzubauen, macht Rangnick derzeit auch für den AC Milan so interessant. Die Rossoneri suchen keinen klassischen Sportchef, sondern einen Architekten für die Zukunft. Der Fall Rirsch da Costa liefert dafür gerade das nächste Beispiel.

In Brasilien als »neuer Alaba« gefeiert

Es ist jene Strategie, die Rangnick seit seinem Amtsantritt verfolgt: Talente mit Österreich-Bezug früh identifizieren, überzeugen und langfristig an den Verband binden. Wanner, Chukwuemeka – und jetzt Rirsch da Costa.

In Brasilien sorgt die Einberufung bereits für Schlagzeilen. Dort wird der 15-jährige Verteidiger teilweise schon als "neuer Alaba" gefeiert – nicht zuletzt wegen seines starken linken Fußes. Kein Wunder: Österreichs Kapitän ist das große Vorbild des Nachwuchstalents. "Ich werde alles tun, um in seine Fußstapfen zu treten", erklärte Rirsch da Costa.

Ob aus dem Teenager tatsächlich einmal der nächste Alaba wird, kann heute niemand sagen. Fest steht aber: Während Österreich auf Rangnicks Zukunftsentscheidung wartet, baut der Deutsche längst an der Mannschaft von morgen. Und die reicht inzwischen bis ins Herz Brasiliens.

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