Das oe24-Interview

Kip Moore: “Ich bin der Dolmetsch für eure Gefühle!“

27.05.2026

Mit “Reason To Believe” legt der coole Country-Rocker Kip Moore wieder einen heißen Anwärter auf den Titel „Album des Jahres“ hin. Das oe24-Interview über die neuen Hits, seine getriebene Arbeitsweise und seine Tour-Pläne. 

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Kip Moore liefert mit der neuen CD “Reason To Believe” den Soundtrack zum Sommer. Im oe24-Interview spricht Kip Moore über…

.. das neue Album „Reason To Believe”: Es geht dabei vor allem darum, Glauben zu haben und daran zu glauben, dass man es schaffen wird, der Dunkelheit zu entkommen. Das ist einfach der Kern der Sache. Dass wir den Glauben haben, uns gegenseitig stützen zu können.

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… seine Botschaft: Die Leute sind genauso wütend wie du über all das, was passiert, glauben aber fest daran, dass wir diese Ignoranz irgendwann überwinden werden. Wir werden die Unterschiede erkennen, zusammenhalten und die Menschheit wird siegen. Es geht mir bei diesem Album vor allem darum, den Glauben nicht zu verlieren, wenn man das Gefühl hat, innerlich völlig leer zu sein.

… seine Arbeitsweise: Ich schreibe jeden Tag, jeden Morgen. Ich habe sogar vor diesem Interview geschrieben. Es gehört einfach zu meinem Alltag. Es gehört zu mir. Ich höre den ganzen Tag Melodien im Kopf. Ich habe ständig Titel im Kopf. Gitarrenriffs und Melodien. Und ich habe schon fast ein ganzes neues Album fertig, das nur darauf wartet, aufgenommen zu werden. Ich habe festgestellt, dass ich besser arbeite, wenn ich innerlich etwas unruhig bin, besonders wenn ich sehr wenig Schlaf bekomme. Kreativ bin ich dann am produktivsten.

… seine Texte: Ich versuche, ehrlich zu schreiben. Aber im Grunde sind wir alle gleich. Wir alle kämpfen mit denselben Problemen und denselben Kämpfen. Viele Leute können das kreativ nicht, aber sie spüren es. Sie fühlen, was ich fühle. Deshalb bin ich nur der Dolmetsch für ihre Gefühle. Das Schreiben wird aber immer schwieriger.

… den neuen Hit „The Darkness“: Ich versuche mir das vorzustellen wie ein Gummiband, das gespannt und festgehalten wird. Und ich lege die ganze Spannung klanglich auf das, was ich sage. Die Dunkelheit war durchaus beabsichtigt; ich habe im tiefsten Inneren immer an mich geglaubt. Und obwohl ich das Gefühl habe, dass da eine Macht, eine Dunkelheit ist, die immer versucht, mich zu vernichten.

… seinen Status: Ich bin als Songwriter viel besser als zu Beginn meiner Karriere. Aber ich bin immer sehr selbstkritisch und versuche ständig herauszufinden, wie ich etwas ausdrücken kann, was ich noch nie gesagt habe, und wie ich es auf eine einzigartige Weise tue. Tom Petty war der Meister darin, etwas so Einfaches auf eine interessante Art auszudrücken.

… seine alten Party-Hits wie „Beer Money“ oder „Somethin' 'Bout a Truck“: Ich spiele diese Songs immer noch gern, weil sich meine Reise ja nicht auf die letzten drei Jahre beschränkt. Meine Reise begann schon vor meinem Plattenvertrag, als ich mit 22 in die Stadt zog, um meinen Traum zu verwirklichen. Diese erste Platte, in der es um auch diesen Truck ging, die war ehrlich zu mir selbst, weil sie mein Leben zu der Zeit widerspiegelte. Ich schrieb diese Songs mit Anfang zwanzig, als ich auf Partys im Freien und mit Mädchen unterwegs war. Diese Lieder entstammen also einem authentischen Teil meiner Geschichte. Deshalb fühle ich mich ihnen nicht entfremdet. Ich fühle mich ihnen weiterhin verbunden und spiele immer noch unheimlich gerne ein gutes altes Rock'n'Roll-Blues-Riff.

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Das sind die Europa Tour Daten von Kip Moore

 

  • 19. Juni Grolloo, Holland International Blues Festival
  • 21. Juni München, TonHalle
  • 23. Juni Zürich, X-TRA
  • 25. Juni Köln, Carlswerk
  • 27. Juni Chelmsford, State Fayre Festival


… die kommende Europa-Tournee: Die Setlist ist schwierig, denn man muss sich eine Weile mit der neuen Platte auseinandersetzen. Man muss die Platte live spielen, um zu sehen, was funktioniert.

… seine Pläne: Ende des Jahres plane ich eine Mini-Unplugged-Residency in 3, 4 amerikanischen Städten und Anfang 2027 gibt’s die nächste Europa-Tour. Und da will ich dann auch nach Spanien oder Polen.

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Kip Moore beim Zoom-Talk mit oe24-Reporter Thomas Zeidler-Künz 

… und Österreich? Man müsste mich nur einladen, dann würde ich auch kommen. Ich würde ja generell sehr gerne nach Österreich kommen. Ich würde gerne überall auftreten. Es gibt kein Fleckchen auf dieser Erde, wo ich das nicht möchte.

Interview: Thomas Zeidler-Künz