Afghane erstochen

Messer-Amoklauf: Kroate (34) tötete im Krankenstand

16.03.2026

Untersuchungshaft über 34-jährigen Kroaten wurde beantragt. Zdravko M. schweigt allerdings zu seinem Motiv. Ein Gutachten soll klären, ob er wirklich an einer psychiatrischen Erkrankung leidet - der Mann war jedenfalls, weil es ihm nicht gut ging, seit Freitag im Krankenstand.

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OÖ. Nach einem tödlichen Messerangriff Samstagabend in der Linzer Innenstadt wurde der mutmaßliche Täter an die Justiz überstellt. Laut Staatsanwaltschaft Linz hat der mehrfach vorbestrafte Kroate bereits einmal einen ihm unbekannten Mann mit Messerstichen attackiert und verletzt. Dafür wurde er 2018 wegen absichtlich schwerer Körperverletzung verurteilt, diesmal wird wegen Mordes und versuchten Mordes ermittelt.

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Angreifer war Hausmeister auf der Uni Linz

Der 34-Jährige, der auf offener Straße einen 24-Jährigen schwer verletzt und einen 26-Jährigen getötet haben soll - beide Opfer sind Afghanen, die nach der Haar- und Bartpflege gerade aus einem Barbershop kamen und eigentlich nur einem angepöbelten Autofahrer helfen wollten -, hat laut Staatsanwaltschaft ein Drogenproblem. Er selbst gibt an, an einer psychiatrischen Erkrankung zu leiden. Laut seine Arbeitskollegen behauptet der Mitarbeiter im Hausmeister-Team auf der Uni Linz, an Schizophrenie zu leiden. In letzter Zeit ging es ihm psychisch gar nicht gut, seit Freitag war er deswegen im Krankenstand.

Ein Gutachten soll klären, ob die Angaben oder vor allem die Diagnose stimmt. Zum Motiv hat sich der 34-Jährige, der in die Justizanstalt eingeliefert wurde, bisher nicht geäußert.

Körperverletzung, Drogen - gleich mehrere Vorstrafen 

Der Kroate hat mehrere Vorstrafen, die sowohl Körperverletzung als auch Drogen- und Vermögensdelikte umfassen. Am Samstagnachmittag hatte der 34-Jährige gegenüber seiner Gattin angekündigt, dass er Amok laufen werde und einen Menschen töten möchte. Die Frau alarmierte daraufhin die Polizei, die eine Fahndung einleitete. Noch während der Suche nach dem 34-Jährigen langte kurz vor 18.00 Uhr schon ein Notruf ein, dass in der Linzer Innenstadt jemand niedergestochen worden sei.

Der Tat vorausgegangen ist eine kleine Auseinandersetzung auf der Straße. Der Kroate hat einen ihm unbekannten Autofahrer angepöbelt. Drei Afghanen, die sich in der Nähe aufgehalten hatten, schritten in die Kontroverse ein und wiesen den Kroaten zurecht. 

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Opfer gegen Kopf getreten und in die Brust gestochen

Laut Polizei soll er die drei verfolgt und dann plötzlich einen 24-Jährigen von hinten mit einem Küchenmesser im Halsbereich attackiert haben. Zeugen leisteten sofort Erste Hilfe. Der junge Mann wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht, sein Zustand war nicht lebensbedrohlich. Die beiden anderen Afghanen liefen nach dem Angriff davon. Dabei kam der 26-Jährige allerdings zu Sturz. Der Täter, der ihnen nachgerannt war, ging auf den am Boden liegenden Mann los, trat mit den Füßen auf seinen Kopf und versetzte ihm dann einen Stich in die Brust. Nach Eintreffen der Rettung wurde der Afghane in ein Krankenhaus gebracht, wo er kurz darauf seinen Verletzungen erlag.

Zeugen berichteten auch, dass der 34-Jährige beim ersten Zwischenfall mit dem Autofahrer und den drei Afghanen fremdenfeindliche Äußerungen von sich gegeben haben soll. Die Staatsanwaltschaft Linz geht aber eher nicht von einem politischen Motiv für die Tat aus.

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