Nach Spielberg-Desaster

Bullen-Boss Mateschitz erhöht Druck auf Renault

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Bau eines eigenen Motors aber nicht geplant.
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Teambesitzer Dietrich Mateschitz hat nach dem Heimrennen in Spielberg noch einmal bekräftigt, dass der Bau eines eigenen Formel-1-Motors für Red Bull derzeit "kein Thema" sei. Kommende Saison verfügt das Weltmeisterteam ohnehin über einen Vertrag mit Langzeitpartner Renault. Nach dem verpatzten Heimauftritt forderten die Österreicher von den schwächelnden Franzosen aber Maßnahmen ein.

"Lage ist ernst"
Red Bull fährt seit 2007 mit Renault-Triebwerken. Die Entwicklung der neuen Hybrid-Antriebsstränge für die Formel 1 soll beim Automobilhersteller allerdings keinen ausreichend hohen Stellenwert genießen. "Wir sind ein loyaler Partner. Wir haben mit Renault viermal die Weltmeisterschaft gewonnen. Aber die Lage ist ernst. Der Motorenentwicklung muss endlich Priorität gegeben werden", forderte Mateschitz. Immerhin gehe es für den französischen Hersteller auch um Imagewerte, ergänzte Ex-Pilot Gerhard Berger.

Eigener Motor kein Thema
Der zuletzt kolportierten Idee, beim Spezialisten AVL List in Graz, bei dem immer wieder Prüfstandstests durchgeführt werden, einen eigenen Motor in Auftrag zu geben, kann Mateschitz dagegen wenig abgewinnen. "AVL ist kein Thema. Sie haben ein sehr spezifisches Know-how in diesem Bereich. Aber wenn man ein Expertenteam zusammenstellt, um einen Motor zu designen, dann ist das wesentlich komplexer", erklärte der Red-Bull-Boss. "Nur wegen eines Formel-1-Motors können wir nicht auch noch zum Autobauen anfangen."