Havariertes Schiff
Concordia-Wrack wird im Juni abgeschleppt
Das Wrack der havarierten "Costa Concordia" vor der italienischen Insel Giglio soll im Juni abgeschleppt werden. Dies sagte der italienische Zivilschutzchef Franco Gabrielli bei einer Pressekonferenz am Freitag in Rom. Im März soll bekannt gegeben werden, in welchem Hafen das Schiff abgewrackt wird.
Modernsten Umweltstandards
Umweltminister Andrea Orlando betonte, die Regierung bevorzuge, dass die "Costa Concordia" in einem italienischen Hafen abgewrackt wird. "Für uns ist nicht nur die Zerlegung des Schiffes wichtig, sondern auch die Entsorgung des Mülls, der durch die Abwrackung entsteht. Die Entsorgung soll den modernsten Umweltstandards entsprechen, die nicht einmal in der EU gelten und erst 2020 in Kraft treten werden", erklärte der Minister.
"Wir arbeiten, damit die 'Costa Concordia' zum Beginn der Touristensaison nicht mehr vor Giglio liegt. Die Phase ist heikel, doch wir sind aufgrund des bisher Erreichten optimistisch", meinte Orlando.
Mehr als 600 Millionen Euro Kosten
Nachdem die "Costa Concordia" stabilisiert und winterfest gemacht wurde, sollen nun weitere Tanks angebracht werden, um den Kreuzfahrtriesen wieder schwimmfähig zu machen - insgesamt 30 Plastikkästen, die dem Schiff Auftrieb geben. Die Kosten für die Bergung liegen mittlerweile bei mehr als 600 Millionen Euro und steigen weiter an.