Costa Concordia: Knochen gefunden

Im Wrack

Costa Concordia: Knochen gefunden

Möglicherweise handelt es sich um Überreste der letzten beiden Opfer.

Im Wrack des im Jänner 2012 havarierten Kreuzfahrtschiffes Costa Concordia haben Tauchermannschaften am Donnerstag menschliche Knochen gefunden. Dabei könnte es sich um Überreste der beiden Vermissten handeln, nach denen seit Dienstag erneut gesucht wurde: die sizilianische Passagierin Maria Grazia Tricarichi und der indische Kellner Ruben Rebello.

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Costa Concordia aufgerichtet

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    "Wir haben Überreste gefunden, die noch zusammengesetzt werden müssen. Wir haben jedoch den Eindruck, dass es sich um die Überreste der Vermissten handeln könnte", berichtete Zivilschutzchef Franco Gabrielli. Die Knochen wurden unweit von Deck 4 des Schiffes entdeckt. Dort hatten die Rettungseinheiten die Vermissten auch vermutet. "Es ist ein Wunder, dass wir diese Überreste gefunden haben", sagte Gabrielli. Die Costa Concordia war vergangene Woche bei einer spektakulären Bergung aufgerichtet worden.

    Prozess vertagt
    Inzwischen wurde der in der toskanischen Stadt Grosseto laufende Prozess gegen Kapitän Francesco Schettino auf den 7. Oktober vertagt. An diesem Tag sollen mehrere Zeugen befragt werden, darunter die 26-jährige Moldawierin Domnica Tschemortan. Sie soll sich zum Zeitpunkt des Unglücks mit dem Kapitän auf der Kommandobrücke aufgehalten haben.

    Schettino ist der einzige Angeklagte im Prozess um die Havarie des Schiffes, bei der insgesamt 32 Menschen ums Leben gekommen sind. Der 52-Jährige muss sich unter anderem wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung sowie wegen Verlassens des Schiffs verantworten. Am Montag hatte Schettino eine Untersuchung des Wracks auf mögliche technische Probleme gefordert. Der Kapitän erklärte, der Steuermann habe Fehler gemacht.

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