Salt
Angelina Jolie gibt Rätsel auf
Interview - Die Hollywood-Diva spricht über ihren neuen Agenten-Film 'Salt'.
Der Schauplatz: Ein CIA-Gebäude. Angelina Jolie verhört als Agentin einen russischen Überläufer, der von einem geplanten Anschlag auf den Präsidenten durch einen CIA-Maulwurf erzählt. „Wer ist der Attentäter?“ fragt Jolie. „Evelyn Salt“, sagt der Russe. „Ich bin Evelyn Salt“, sagt Jolie. „Dann sind Sie die Attentäterin“, antwortet der Überläufer.
Rasant
Dieser blitzende Dialog bringt einen Thriller in Fahrt, in
dem Angelina
Jolie den Zuschauern und ihren Mitspielern viele Rätsel aufgibt – und in
dem sie ihr Talent als Action-Star zeigen kann. Salt (ab Freitag,
20.8. im Kino) ist reich an explosiven Momenten und wilden
Verfolgungsjagden. Zugleich holt der Film ein verstaubtes Gespenst aus dem
Schrank: Den Kalten Krieg. Amis und Russen stehen einander unversöhnlich
gegenüber.
Die „große menschliche Reise“ einer Agentin
Angelina
Jolie
hat den Film freilich nicht wegen der Politik gedreht. „Was mich
interessierte, war die menschliche Reise der Hauptfigur“, sagte sie zu
ÖSTERREICH. „Evelyn Salt hat eine ungewöhnliche Geschichte, und niemand weiß
so richtig, wer sie ist. Das machte es reizvoll, sie zu spielen. Sind wir
nicht alle anders, als wir auf den ersten Blick wirken?“
Mischung aus Bond und Bourne
Auf der Leinwand wirkt die Jolie in
Salt manchmal wie eine Mischung aus dem aufrechten Helden James Bond und dem
von Zweifeln geplagten Jason Bourne – zwei Rollen, zu denen sie ein
Nahverhältnis besitzt. „Ich sagte einmal im Scherz, dass ich gern Bond
spielen würde“, erzählt sie. „Bei Salt
haben wir Elemente von Bond und Bourne verwendet und hoffentlich etwas Neues
daraus entwickelt. Unser Plan war es, einen frischen Eindruck zu erzielen,
auch bei den Kämpfen. Die sollten nicht einfach wie Mädchen-Versionen von
Kämpfen zwischen Männern wirken.“
Kalter-Krieg
Mit den Kalter-Krieg-Zitaten schaut Salt allerdings
manchmal alt aus. Doch Regisseur Philip Noyce lässt das nicht gelten: „Die
Affäre um die russischen Spione in den USA hat gezeigt, dass dieses Thema
noch immer aktuell ist.“
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