Autorin Schwaiger lag tot in der Donau Autorin Schwaiger lag tot in der Donau

Obduktion angeordnet

© Czernin Verlag

 

Autorin Schwaiger lag tot in der Donau

Die Schriftstellerin Brigitte Schwaiger ist tot. Die 61-jährige gebürtige Oberösterreicherin wurde am späten Montagvormittag in Wien, zwischen Jedleseer Brücke und Nordbrücke, leblos im Wasser entdeckt. Eine Obduktion wurde angeordnet.

Erfolg mit "Wie kommt das Salz ins Meer?"
Schwaiger gilt als „Entdeckung des legendären ­Literaturpapsts Friedrich Torberg. Mit ihrem ersten Roman "Wie kommt das Salz ins Meer?" landete sie 1977 einen überragenden Erfolg. Das Buch wurde im ersten Jahr 15-mal verlegt und zählte zu den zehn meistverkauften Romanen im deutschen Sprachraum.

Schwaiger wurde am 6. April 1949 in Freistadt als Tochter eines Arztes geboren. Sie ist die Urenkelin der in Theresienstadt gestorbenen Opernsängerin Carola Seligmann (Angeli). Nach Wie kommt das Salz ins Meer publizierte sie 1979 das Zwei-Personen-Stück Liebesversuche.

Borderline-Patientin
Mit den Romanen "Mein spanisches Dorf" und "Der Himmel ist süß" gelang es ihr nicht, an den Erstlingserfolg anzuschließen. 1990 veröffentlichte Schwaiger eine Satire auf den Literatur- und Medienbetrieb, "Schönes Licht". Es folgten "Tränen beleben den Staub" über das Suchtverhalten von zwei Frauen, das fiktive Tagebuch "Der rote Faden", "Der Mann fürs Leben" und "Jaro heißt Frühling".

2006 erschienen im Czernin Verlag Brigitte Schwaigers autobiografische Aufzeichnungen – "Fallen lassen" – über drei Jahrzehnte als Borderline-Patientin auf der Baumgartner Höhe.

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