Staatsoper

© Arena Pal

"Feurigster" Figaro

Er tritt zunehmend aus dem Schatten von Anna Netrebko: Erwin Schrott sang Mozarts „Figaro“ in der Wiener Staatsoper.

„Feuriger Latino“ oder „Marlon Brando der Oper“. Von Attributen wie diesen begleitet stieg Erwin Schrott (35) seit seinem heurigen Salzburg-Debüt als Leporello in Don Giovanni in die Riege der internationalen Stars auf. Am Freitag der aus Uruguay stammende Bass-Bariton an der Staatsoper als Titelheld eine viermalige Aufführungsserie von Mozarts Le nozze di Figaro.

ÖSTERREICH: Wie haben Sie sich auf Ihre Partie in Le Nozze di Figaro vorbereitet?

Erwin Schrott: Jede neue Produktion ist eine Herausforderung, obwohl ich diese Rolle schon einige Mal gesungen habe. Figaro ist ein interessanter Charakter: Ein lebensfroher, einfacher Mann, der dem hochwohlgeborenen Graf Almaviva gegenübertritt. Die Partitur ist wunderbar und bietet die Gelegenheit zu komödiantischen Arien.

ÖSTERREICH: Wie gefällt es Ihnen, in Österreich zu arbeiten?

Schrott: Vielleicht klingt es seltsam: Aber Mozart in seinem Heimatland zu singen, ist anders! Da liegt etwas in der Luft, das den Geist dieses Genies in sich bewahrt.

ÖSTERREICH: Wien ist Ihr neues Zuhause. Planen Sie vermehrt Auftritte an der Staatsoper?

Schrott: Wenn man das möchte, mit Vergnügen! Alle berühmten Künstler sind hier aufgetreten. Es ist ein Privileg, an der Wiener Staatsoper zu singen.

ÖSTERREICH: Ihre nächsten Gesangsprojekte?

Schrott: Ich kehre Ende des Jahres an die New Yorker Met mit Don Giovanni zurück. 2009 debütiere ich als Faust in Valencia.

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