Pop-Art, Drogenskandale und viel Sex

"Factory Girl"

© Photo Press Service, www.pps.at

Pop-Art, Drogenskandale und viel Sex

Die Geschichte von Andy Warhols Muse Edie Sedgwick. Ein Mädchen aus reichem Hause, welches nach New York zog, ihr Glück suchte und ihr Unglück fand.

Der Titel des Films „Factory Girl“ bezieht sich auf Warhols Werkstatt die „Factory“ genannt wurde. Hier fand nicht nur das künstlerische Schaffen Warhols statt, auch wurde es ein Treffpunkt für den künstlerischen Kreis aus New York. Party, Ruhm und Drogen füllten die Leben der Factory-Mitglieder aus. So auch das von Edie Sedgwick.

In Andy Warhol fand sie zu Beginn einen guten Freund, dann einen Regisseur und Produzenten und letzten Endes ihren Ruin. Mit seinen Filmen mit Edie in der Hauptrolle puschte er ihre Berühmtheit und gleichzeitig zerstörte er ihr Wesen. Nachdem Andys Interesse an seiner Muse schwand und die Öffentlichkeit nach einem neuen Gesicht verlangte, ließ er sie eiskalt fallen und mied ihre Gegenwart.

Edie Sedgwick verkraftet den Verlust von Warhols Freundschaft nicht und fällt in ein tiefes Loch. Auch die Erinnerungen an den Missbrauch durch ihren Vater kommen wieder verstärkt hoch. Drogenskandale reihen sich aufeinander und führen schlussendlich dazu, dass Edie in einer Entziehungsklinik landet. Erstaunlicher Weise schafft die junge Frau es clean zu werden und heiratet kurz darauf einen der Patienten. Doch das Glück will nicht lange anhalten und sie findet ihr trauriges Ende im Alter von 28 Jahren.

Die Darstellerin von Edie Sedgwick ist die britische Schauspielerin Sienna Miller. Abgesehen von der äußerlichen Ähnlichkeit mit Edie, ist die Besetzung aber leider nicht wirklich gelungen. Sienna Miller wirkt nicht überzeugend und reißt einen kaum mit. Auch bei der Besetzung von Bob Dylan, der eine kurze Affäre mit Edie hatte, wurde mit Hayden Christensen nicht wirklich ins Schwarze getroffen. Erkennbar ist der Musiker nur an seinem Mundharmonika-Gestell. Mit Warhol-Darsteller Guy Pearce ist dagegen eine gute Wahl getroffen worden.

Im Großen und Ganzen kann der Film trotzdem empfohlen werden, da er mit Gefühl die wahre Geschichte von Andy Warhols Muse erzählt und die Besonderheit der Zeit seinen Anreiz hat.

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