Ring frei für die neue ORF-Heldin

Showdown

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Ring frei für die neue ORF-Heldin

Mit 16 Jahren brach sie die Schule ab, um Schau­spielerin zu werden und landete als Moderatorin beim Radio. Eine Schauspielausbildung hat sie trotzdem absolviert, spielte in Soko Donau und (nackt!) im Falco-Film. Und sang sogar ein Duett mit Albano Carisi. Doris Golpashin blickt mit 30 Jahren auf eine 13-jährige Karriere ­zurück. Am Freitag, 15.10., kommt ein (Höhe-)Punkt im Lebenslauf dazu: Als neues ORF-Gesicht steht sie beim Start der Casting-Show Helden von morgen im Rampenlicht. Adrenalinkick: Ja! Lampenfieber? Fehlanzeige. "Ich lasse mich nicht wahnsinnig machen“, bleibt die rassige Beauty im TV-AUSTRIA-Interview cool (alle Infos zur Show und die Top-3-Kandidaten auf der nächsten Seite):

TV-AUSTRIA: Ab Freitag moderierst du die Helden von morgen 90 Minuten live –das ist die Oberliga. Es kann viel schiefgehen, man muss spontan reagieren. Keine Angst?

Doris Golpashin: Das ist ein Adrenalinkick, mir taugt das extrem! Ich bin nicht diejenige, die im Vorhinein panisch ist. Wenn du als Moderator schon fertig mit den Nerven bist, bevor du auf der Bühne stehst, dann funktioniert das Ganze nicht.

TV-AUSTRIA: Du musst die Führung übernehmen, trägst die Verantwortung. Bereit, das Zepter in die Hand zu nehmen?

Golpashin: Die Verantwortung trage ich gerne. Außerdem bin ich nicht alleine – es arbeiten so viele gute Menschen im Hintergrund. In einer Live-Show kann immer was passieren – das macht es ja gerade aus. Ich finde das wunderbar, weil nichts rausgeschnitten werden kann. Das taugt mir 1.000-mal mehr, als wenn du ihm Studio stehst und alles aufgezeichnet wird.

TV-AUSTRIA: Du bist bekannt, spitzzüngig sein zu können. Wie legst du deine Moderation an? Wie neutral musst du sein?

Golpashin: Ich hab nicht vor, eine Rolle zu spielen, sondern ich will authentisch bleiben. Das ist der Grund, warum ich auf der Bühne stehe und warum der ORF sich für mich entschieden hat.

TV-AUSTRIA: Arabella Kiesbauer war bei Starmania die Mama für die Kandidaten. Wirst du auch für die Talente eine Ansprechpartnerin sein?

Golpashin: Ich sehe mich nicht als Team-Mama, aber als Unterstützung für die Kandidaten. Denn die stehen das erste Mal auf der Bühne und müssen nicht so wie ich nur daherplappern. Die müssen performen und singen – also die können nervös sein! Da ist es extrem wichtig, einen zu haben, der sie zur Seite nimmt, für sie da ist und sich nicht versteckt.

TV-AUSTRIA: Beim Casting war wichtig, eine persönliche Story zu haben. Das wurde auch kritisiert. Was hältst du davon?

Golpashin: Das ist sehr wichtig, weil das Publikum in kurzer Zeit eine Beziehung zu den Kandidaten herstellen muss. Das kannst du nur, wenn du sie kennen lernst.

TV-AUSTRIA: Du kommst aus dem Societybereich. Wo zieht man die Grenze, um die Kandidaten zu schützen?

Golpashin: Die Grenzen setzt der Kandidat selbst. Ab dem Zeitpunkt, wenn die Kameras laufen und der Kandidat mir alles erzählt – Vater im Gefängnis, Mutter hat sich umgebracht – gibt er aus eigener, freier Entscheidung etwas von sich her. Wir machen aber jetzt nicht auf Big Brother!

TV-AUSTRIA: Sarah Connor ist aus Mitleid in Tränen ausgebrochen. Auch nahe am Wasser gebaut?

Golpashin: Ich versuche, cool zu bleiben, aber wenn mich etwas berührt, dann hab ich keine Hemmungen zu weinen.

TV-AUSTRIA: Du bist Schauspielerin, da lernt man das ja auch.

Golpashin: Also, ich täusche keine Tränen vor.

TV-AUSTRIA: Die Kandidaten sind zum Teil sehr jung. Du hast selbst mit 16 Jahren beim Radio begonnen. Warst du so ein Revoluzzertyp?

Golpashin: Also als kleines Mädchen war ich ein bezauberndes Wesen, aber mit 15, 16 – wo du beginnst, deinen Gedanken umsetzen zu wollen und dir nicht deinen Mund verbiegen lässt – da war ich ein bisschen schwierig (lacht). Ich habe dann die Schule abgebrochen und gesagt, ich möchte die Schauspielschule machen.

TV-AUSTRIA: Und wie hat deine Familie reagiert?

Golpashin: Also meine Mum, sie ist der Kopf der Familie, hat mich sehr unterstützt und extrem viel Glauben, Kraft und Liebe investiert.

TV-AUSTRIA: Du wirkst sehr selbstbewusst. Hast du nie den Glauben an dich verloren?

Golpashin: Wirke ich so selbstbewusst? Naja, solange es nicht überheblich rüber kommt. Das bin ich gar nicht! Natürlich gab es auch Zeiten, wo ich Monate nichts zu tun hatte und ich nicht wusste, wie es weitergeht. Man fällt immer wieder hin und denkt, beim nächsten Mal steh ich nimmer auf. Es gab aber auch Phasen, wo eins das andere ergab. Die Branche ist nicht leicht, aber ich wäre nicht da, wo ich jetzt bin, wenn ich das nicht durchgemacht hätte. Deshalb weiß ich es auch zu schätzen, weil ich mir das wirklich hart erarbeitet habe.

TV-AUSTRIA: Es gibt ja auch Zweifler, dass du 90 Minuten live moderieren kannst.

Golpashin: Wenn ich nach dreizehn Jahren keine 90 Minuten live schaffe, dann habe ich wohl den falschen Job gewählt. Warum sollte es nicht hinhauen? Wir werden die Bühne rocken, versprochen!

Feuertaufe für die Top-14-Kandidaten

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(c): ORF

TOP 1: Daniela (25) kommt aus Schwarz in Tirol und studiert Gesundheitswissenschaft.

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TOP 2: Jonny (16) - der Burgenländer will die Schulbank gegen Showbühne tauschen.

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TOP 3: Katharina (23) aus Steyr, OÖ, studiert Englisch und Psychologie auf Lehramt.

 

Popsternchen, Vollblut-Rocker, Rapper: 2.235 Kandidaten haben sich für Helden von morgen beworben. Nach Castings und Workshop stellen sich am Freitag (ORF 1, 20.15 Uhr) die Top 14 erstmals live bei Doris Golpashin dem TV-Publikum. Einziger Wermutstropfen für die angehenden Teeniestars: Gleich zum Auftakt muss ein Kandidat wieder die Koffer packen.

Zehn Shows, 100.000 Euro
Bis Ende Jänner singen die Helden von morgen jeden Freitag um Zuschaueranrufe und SMS-Stimmen. Im finalen Live-Showdown mit den Top-3-Kandidaten geht es dann um 100.000 Euro Siegerprämie. Und schon vor der Bekanntgabe der Top 14, die am Wochenende ins ORF-Loft einziehen, hat sich der eine oder andere Neo-Held hervorgetan.

Erste Favoriten
TV-AUSTRIA nennt erste Favoriten, die beste Chancen haben, in den alles entscheidenden ORF-Liveshows zu landen: So erinnert Jonny (16) aus dem Burgenland frappant an Landsmann Oliver Wimmer. Und der hat es im ORF bekanntlich weit gebracht: Platz eins in der vierten Starmania-Staffel. Stark auch so manche weibliche Kandidatin im Feld: Die Studentinnen Daniela (25) aus Tirol und Katharina (23) aus Oberösterreich sammelten beim Casting nicht nur mit Stimme, sondern auch mit optischen Reizen Pluspunkte. Ob die drei tatsächlich in der Helden von morgen-Show landen, enthüllt die letzte Dokusoap-Folge am 15. Oktober (ORF 1, 22.15 Uhr).

Prominente Coaches
Begleitet werden die Kandidaten auf dem Weg zum Charterfolg von prominenten Coaches: Vor jeder Show trainieren zwei Profis eine Woche lang mit den Helden von morgen. Die erste Liveshow bestreiten Sido und Rainhard Fendrich, derzeit auf Platz eins der Album-Charts. In Runde zwei folgen Christina Stürmer (Platz zwei) und Culcha Candela-Sänger Itchy. Geht es Fendrich und Stürmer darum, neue Austro-Talente zu fördern, sieht Sido eher den praktischen Aspekt der Sendung. "In einer Castingshow bist du nicht dein eigener Herr“, so der ehemalige Popstars-Juror im Interview mit TV-AUSTRIA. "Aber wenn du nichts hast außer dein Talent, kannst du mit einer solchen Show schnell gutes Geld machen.“

Millionen-Show
Nicht Einnahmen, sondern hohe Ausgaben hat hingegen der ORF, denn der Küniglberg-Sender lässt sich seine neue Casting-Erfindung (von Starmania-Mastermind Mischa Zickler) einiges kosten: Bis zu 5,5 Millionen Euro soll die moderne Helden-Saga verschlingen, alle Gagen, die neue Bühne, Technik und Miete für die Kandidaten-Loft inklusive. Ob sich die Investition lohnt, entscheiden letztendlich die Zuschauer. Das Vorgängerformat Starmania verbuchte 2008/2009 bis zu 855.000 Zuschauer.

Autor: Daniela Bardel/Astrid Hofer
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