Salzburg: Riesenerfolg für Mozart

Salzburger Festspiele

Salzburg: Riesenerfolg für Mozart

Mit Standing Ovations, Bravo-Geschrei und heftigem Stampfen wurde Nikolaus Harnoncourt am Montag im Großen Festspielhaus gefeiert. Als Höhepunkt der Konzerte der Salzburger Festspiele hatte der größte Dirigent unserer Zeit auf alten Instrumenten die drei letzten großen Mozart-Symphonien musiziert, und zwar nach einem neuen Konzept: Nicht als drei Symphonien versteht er Mozarts symphonisches Vermächtnis, sondern als zusammengehöriges Großwerk, als „Instrumental-Oratorium“ ohne Worte, das von der großen barocken Intrada der Es-Dur-Symphonie bis zum fugierten Finale der triumphalen C-Dur-Symphonie das Publikum in Spannung versetzte.

Berühmt. Dazwischen erklang, wie aus einer Staubwolke auftauchend, in der Mozart am explosiven Schluss der Es-Dur-Symphonie verschwindet, die berühmte tragische, in der Todestonart geschriebene g-Moll-Symphonie, die mit der Zerstörung von Harmonie und Melodie endet. Auf den Trümmern der Kunst wurden die erschütterten Zuhörer in die Pause entlassen.

Mozarts großformales Seelendrama, das einen Weg von feierlichem Ernst über schmerzliche Hoffnungslosigkeit bis zum strahlenden Halleluja abschreitet, ist in Harnoncourts unerreichter Deutung soeben als Sony-Album erschienen. In Salzburg sind alle CDs ausverkauft.

E. Hirschmann-Altzinger

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