Premiere im Theater an der Wien

"Tamerlano": Donna Leon war begeistert

Wenn ihr weißer Haarschopf aus dem Dunkel einer Opernloge leuchtet, weiß der Krimi- und Musik-Fan: Eine Oper von Georg Friedrich Händel steht auf dem Programm.
Denn um die Opern des „Caro Sassone“ zu erleben, reist die amerikanische Bestsellerautorin Donna Leon, die sich selbst als „Händel-Junkie“ bezeichnet, um die Welt.

Im Theater an der Wien lauschte die Krimi-Queen am Donnerstag – sie hatte am Dienstag aus ihrem neuen Brunetti-Krimi Das goldene Ei gelesen – verzückt den schillernden Klängen von Händels 1724 in London uraufgeführter Opera seria Tamerlano über den brutalen mongolischen Eroberer. Das tolle italienische Originalklangensemble Il Pomo d’Oro unter dem furiosen jungen Russen Maxim Emelyanychev brachte das Werk zur Aufführung.

Exzellent
Die Besetzung mit den Countertenören Max Emanuel Cenčić und Xavier Sabata in den Kas­tratenrollen Andronico und Tamerlano sowie der Sopranistin Sophie Kar­thäuser als Asteria war exzellent.

Einspringer
Leider lieferte der Einspringer Nigel Robson in der ersten Tenor-Hauptrolle der Operngeschichte als besiegter türkischer Sultan Bajazet eine deplorable Performance.

E. Hirschmann-Altzinger

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