Hit der 80er

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"The Wall" als Live-Spektakel

1979 ein Hit, 1980 nur 31 Mal live zu sehen, ab 15.9. erstmals auf Tournee: Das Pink-Floyd-Epos "The Wall“. Nur Wienkonzert gibt es keines.

Symbolik der 1980er-Jahre
Anfang der 1980er-Jahre waren die Bühnenausmaße der Show so gewaltig, dass sie weltweit nur in vier Konzerthallen (in London und Dortmund, New York und Los Angeles) gezeigt werden konnte. Pink Floyd spielten The Wall insgesamt nur 31 Mal live. Ab 15.9. bringt Roger Waters, Mastermind der Band, das Kultwerk wieder auf die Bühne. Im Air Canada Center von Toronto startet die spektakuläre Tour The Wall live.
Waters verspricht "ein Konzertspektakel, wie es die Welt noch nie gesehen hat“. Spektakulär ist die 73 Meter breite und elf Meter hohe Mauer, die während der Show zwischen Fans und Band errichtet wird. Die größte Musikanlage aller Zeiten sorgt für Quadrofonie-Sound; dazu gibt es fliegende Schweine, explodierende Flugzeuge und 3-D-Effekte von Avatar.
Die Symbolik der 1980er-Jahre (Animationen des Times-Karikaturisten Gerald Scarfe) wird mit der Technologie der Gegenwart gepaart. Jeder der weit über 100 Mauersteine dient als eigene Projektionsfläche – die Band spielt den zweiten Konzertteil mit Hits wie Hey You oder Run Like Hell komplett hinter der Mauer und ist dabei vom Auditorium aus nicht zu sehen. Dafür fliegt ein ferngesteuertes Riesenschwein über das Publikum, und zu Another Brick in The Wall und Mother lässt Waters, wie beim Original, riesige Puppen auftanzen.

Duett mit David Gilmour
1985 trennte sich die Band im Streit – natürlich spielt Waters The Wall live ohne seine Pink-Floyd-Kollegen. Trotzdem gibt er ein überraschendes Versprechen: "Bei einem Konzert wird David Gilmour bei Comfortably Numb mit dabei sein!“ Insider spekulieren gar mit dem heutigen Tourstart – der fällt nämlich auf den zweiten Todestag von Keyboarder Rick Wright.
Bis Juni 2011 wird Waters die Rockoper in den USA, in Mexiko und Europa mehr als 100 Mal aufführen. Gibt es dabei in den meisten Städten bis zu vier (!) Zusatzkonzerte, so fehlt just Wien am Tourplan. Die 1,2 Millionen-Euro-Gage und logistische Probleme mit der für die Show zu kleinen Stadthalle lassen The Wall an Österreich vorbeiziehen.

Autor: Thomas Zeidler (Toronto)
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