05. März 2010 16:44
Filmreif: Mitten in New York fiel Seth Harris (31) plötzlich auf die Knie
und stellte seiner großen Liebe die alles entscheidende Frage: "Melanie,
do you wanna marry me?" Melanie
Scheriau (29) antwortete mit: "Yes!" Im Herbst treten die
Österreicherin (sie wuchs in Spittal an der Drau auf) und der
US-Geschäftsmann in ihrer gemeinsamen Heimatstadt New York vor den
Traualtar.
Romanze. Im MADONNA-Interview verrät das Topmodel (die MADONNA-Kolumnistin
modelt u.a. für Gucci, Missoni, Versace und Armani) alles über ihre
Traumhochzeit und spricht über den romantischen Antrag, ihre "Liebe
auf Distanz" und Kinderpläne.
Im Herbst läuten die Hochzeitsglocken. Wird es Ihre absolute
Traumhochzeit?
Scheriau: (lacht) Na ja, ich bin die absolute "Un-Braut"!
Ich mache mir überhaupt keinen Stress – im Gegensatz zu den Amerikanerinnen,
die ja schon im Mädchenalter von der „perfekten“ Hochzeit träumen. Ich habe
das erste Brautkleid gekauft, das ich anprobiert habe – bei ‚Pronovias‘ in
New York. Es ist ganz schlicht und hinten sehr lang, aber man kann es nach
der Trauung einstülpen, damit mir bei der Feier niemand draufsteigt.
Gibt es schon einen Termin?
Scheriau: Nein, weil wir noch nach einer Location suchen. Fest
steht, es werden hundert Gäste eingeladen und es wird keine kitschige weiße
Kutsche oder eine Bootsfahrt geben. Und: Der Blumenschmuck ist mir völlig
egal!
Werden Sie den Nachnamen Ihres Partners annehmen?
Scheriau: Ich werde Scheriau-Harris heißen. Ich mag meinen Namen und
finde es lustig, dass die Amerikaner ihn nicht aussprechen können.
Wie war der Heiratsantrag?
Scheriau: Spontan! Wir waren in New York spazieren und kamen an der
Stelle vorbei, an der wir uns vor sechseinhalb Jahren zum ersten Mal
getroffen haben. Ganz plötzlich fiel Seth vor mir auf die Knie und fragte
mich.
Wie haben Sie sich eigentlich kennengelernt?
Scheriau: Es war unprätentiös, da wir uns durch gemeinsame Freunde
kennengelernt haben. Wir waren dann ständig miteinander aus, haben Karaoke
gesungen und lauter Blödsinn gemacht …
Sie sind Österreicherin, Ihr Mann New Yorker. Wo liegt Ihr
Lebensmittelpunkt?
Scheriau: In New York. Seth ist waschechter New Yorker, das kommt
selten vor. Für mich ist diese Stadt auch der optimale Ort für meine Arbeit.
Ich bin derzeit so viel unterwegs, dass ich maximal eine Woche pro Monat zu
Hause bin. Eigentlich ist mein Lebensmittelpunkt der Flughafen.
Wie schwierig ist es, auf Distanz eine funktionierende Partnerschaft zu
führen?
Scheriau: Die meisten Models haben zu Beginn ihrer Karriere eine
Partnerschaft, die dann am Job zerbricht. Ich habe meinen Partner
kennengelernt, da war ich bereits gut im Geschäft. Im ersten Jahr haben wir
uns nur zwei Monate gesehen. Aber wir wollten beide, dass diese Beziehung
funktioniert. Man kann ja über Internet Tag und Nacht kommunizieren. Seth
würde nie sagen: "Jetzt bleib’ doch hier."
Ist es schwieriger, wenn der Partner nicht aus dem Mode-Business ist?
Scheriau: Nein, ich war immer nur mit Männern zusammen, die nicht
aus der Branche sind. Seth ist Geschäftsmann. Es ist sehr angenehm, zu Hause
einen Ausgleich zu haben.
Wie hat Seth Ihr Herz erobert?
Scheriau: Seth bringt mich zum Lachen. Er nimmt mich – mit all
meinen Macken – nicht so ernst (lacht). Er ist spontan, extrem witzig,
wortgewandt, und er ist sehr intelligent. Mein Partner bringt einfach das
gesamte Paket mit. Wir sind außerdem ein eingespieltes Team und haben
dieselben Vorstellungen und Träume für unsere Zukunft.
Wovon träumen Sie?
Scheriau: Wir wollen immer so glücklich sein, wie wir es jetzt sind.
Und wir wünschen uns Kinder. Ich bin in Kärnten aufgewachsen und ein Landei.
Deshalb träume ich davon, aus der Stadt rauszuziehen. Seth unterstützt das.
Ich finde es auch besser, wenn Kinder am Land aufwachsen können.
Können Sie sich vorstellen, Kinder und Model-Karriere zu verbinden?
Scheriau: Wenn ich jetzt schwanger werden würde, würde ich mich sehr
freuen und es nicht als Hindernis sehen. Ein Kind bedeutet heute nicht mehr
das Karriereende. Eine Freundin von mir hat während der Schwangerschaft für
„Mami-Sachen“ gemodelt und nur drei Monate pausiert. Das könnte ich mir
schon vorstellen. Derzeit versuchen wir aber, nicht aktiv ein Baby zu
bekommen (lacht). Wir möchten noch ein bisschen warten.
Damit Sie dann Vollzeit-Mama sein können?
Scheriau: Ich werde auf jeden Fall kürzertreten, um viel Zeit mit meinen
Kindern zu verbringen. Das ist mir wichtig.