Mel C:

The Sea

Mel C: "Muss immer noch hart arbeiten"

Mel C hat immer einen Startvorteil: "Ich bin froh, diese erfolgreiche Vergangenheit mit den Spice Girls gehabt zu haben. Deswegen sind die Leute stets an meinen neuen Sachen interessiert." Zurücklehnen kann sich die 37-Jährige aber nicht, wie sie im Interview in Wien betonte. "Ich muss immer noch hart arbeiten, um meine Musik an die Leute zu bringen." Am 2. September erscheint ihr fünftes Solo-Album "The Sea" (Warner).

Verändern, wachsen
Mit einem bekannten Namen allein kann man heutzutage keine LPs verkaufen, weiß Melanie Chisholm. "Man muss gute Musik bieten, sich verändern, wachsen - weil sich auch die Musikindustrie verändert", analysierte die Nordengländerin. "Es gibt so viele neue Sachen wie soziale Netzwerke. Ich bin seit kurzem auf Twitter. Man erreicht damit sehr gut die Fans."

Auf Abenteuer einlassen
Das möchte sie allerdings auch mit der Musik. Nach einer Pause, bedingt auch durch Nachwuchs, soll "The Sea" mit einer breite Palette an Sounds Mel C in die Charts zurückführen. "Es war mir sehr wichtig, verschiedene Seiten von mir zu zeigen", betonte die Sängerin. "Zu Beginn der Arbeiten hatte ich keine klare Vorstellung, wie das Album klingen sollte. Aber ich wollte mich auf Abenteuer einlassen. Darum habe ich mit vielen neuen Schreibern und Produzenten gearbeitet, aber auch mit Freunden, die mich schon seit Jahren begleiten."

Bin Pop-Künstlerin
Als die ersten Songs entstanden, kristallisierten sich rasch unterschiedliche Stile heraus. Mel: "Trotzdem handelt es sich bei jedem Song um Pop. Ich bin nun mal eine Pop-Künstlerin, aber ich liebe auch Rockmusik und Dance. Es gibt einige akustische Stücke auf der LP mit sehr atmosphärischen Momenten. Ich habe mich quasi wiederentdeckt, darum erinnert diese Platte an meine erste Solo-Arbeit 'Northern Star' mit all den unterschiedlichen Einflüssen."

Technologien
Chisholm ist sich der veränderten Rahmenbedingungen bewusst: "Im Zeitalter des digitalen Runterladens steht der Song im Mittelpunkt", sagte sie. "Ich bin dagegen in einer Zeit aufgewachsen, in der sich alles um Alben gedreht hat. Ich stamme aus der Ära der Kassetten, als es noch eine A-Seite und eine B-Seite gab - wie auf Vinyl. Da wurde über das Album eine Geschichte erzählt. Das wollte ich mit dieser Platte auch tun, aber zugleich gibt es Singles mit Radio-Versionen und Dance-Remixen. Ich bin überzeugt: Ein großartiger Song kann in jedem Stil gespielt werden."

"Ich hege große Hoffnungen"
Für Mel C hat sich seit der Geburt ihrer Tochter vor zweieinhalb Jahren vieles verändert. "Jeder muss im Leben die Balance finden", meinte sie. "Wenn ein Album herauskommt, gilt es, dieses mit viel Engagement zu bewerben. Zugleich kann ich nicht verdrängen, dass ich eine Mama bin." Jedenfalls sei sie - "wie immer" - sehr ambitioniert: "Wenn ich eine Platte herausbringe, möchte ich mich damit gut schlagen. Und ich bin zuversichtlich, denn dieses Album ist mein stärkstes seit langer Zeit, wenn nicht überhaupt. Ich hege große Hoffnungen."
 

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