"Haben keine Ahnung"

Arnautovic schimpft über Rapid-Bosse

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Im Sommer stand ein echter Transfer-Hammer im Raum. ÖFB-Star Marko Arnautovic verhandelte intensiv mit Rapid Wien. Jetzt packt sein Bruder Daniel über die Gründe für das Scheitern aus.

Der Wechsel von Marko Arnautovic zu Rapid Wien schien im Sommer 2025 greifbar nah zu sein. Der ÖFB-Teamstürmer war zu diesem Zeitpunkt ablösefrei auf dem Markt, bevor er schließlich im August bei Roter Stern Belgrad unterschrieb. Sein Bruder und Berater, Daniel Arnautovic, hat nun im Podcast "Gelb Rot" detailliert offengelegt, wie die Verhandlungen mit den Grün-Weißen abgelaufen sind und woran der Sensationswechsel letztlich gescheitert ist. Die ersten Kontakte gab es demnach schon sehr früh im Juni direkt nach dem Saisonende durch Rapids Sport-Geschäftsführer Markus Katzer.

Gute Gespräche im Juni

Laut den Aussagen im Podcast suchte Markus Katzer direkt das Gespräch mit der Arnautovic-Seite. Daniel Arnautovic erklärte dazu: "Er hat mich kontaktiert und gefragt, ob wir darüber sprechen können. Das war ganz früh, gleich nach der Saison, noch im Juni. Dann haben wir uns hingesetzt und geredet". Der Berater betonte, dass man zu Beginn eigentlich gute Gespräche geführt habe. Die Option, nach Hütteldorf zu wechseln, war für den Angreifer durchaus ein konkretes Thema im Sommer.

Kritik am Präsidium

Das endgültige Aus für die Verhandlungen lag nach Angaben des Beraters jedoch an den Strukturen und Verantwortlichen in der Führungsebene des Vereins. "Ich will niemandem zu nahe treten: Aber oben im Präsidium, da sitzen schon viele, die keine Ahnung vom Fußball haben. Und dann bist du als Sportdirektor auch eingeschränkt", fand Daniel Arnautovic deutliche Worte für das Scheitern. Dem Verein habe es schlicht an der nötigen Kreativität gefehlt, um den Deal finanziell und sportlich umzusetzen. Stattdessen hätten sich viele Verantwortliche abgeputzt und das Ganze mit den Worten "Naja, das ist ja teuer" abgetan, ohne die sportliche Wucht zu bedenken, die ein solcher Spieler mitgebracht hätte.

Schnelle Einigung mit Belgrad

Wie es besser laufen kann, zeigte laut dem Berater der Wechsel zu Roter Stern Belgrad. Während sich die Gespräche in Wien hinzogen, dauerten die Verhandlungen mit den Serben bloß "zehn Minuten". Obwohl Belgrad auch nicht der reichste Klub sei, zeigten sich die dortigen Verantwortlichen deutlich kreativer. Viele Freunde von Marko und Daniel Arnautovic, die Anhänger von Rapid Wien sind, hatten im Vorfeld auf einen Transfer gehofft. "Die Geschichte wäre sicher auch schön gewesen. Aber im Nachhinein bin ich schon glücklich, dass er zu Roter Stern gegangen ist. Weil da war es wirklich anders", zog der Spielerberater ein abschließendes Fazit.