Beim FC Bayern deutet sich der nächste Kaderabgang an. Torhüter Daniel Peretz steht unmittelbar vor einem festen Wechsel zum englischen Zweitligisten FC Southampton. Nach übereinstimmenden Medienberichten befinden sich die Vereine in fortgeschrittenen Verhandlungen, eine endgültige Einigung scheint nur noch Formsache zu sein.
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Für die Bayern-Verantwortlichen wäre ein Verkauf ein durchaus erfolgreicher Abschluss - Peretz spielt in den Planungen des Rekordmeisters keine Rolle mehr. Manuel Neuer soll trotz seines 40. Geburtstags weiterhin die Nummer eins bleiben, dahinter sind Jonas Urbig und Routinier Sven Ulreich eingeplant. Auch Alexander Nübel, der zuletzt ausgeliehen war, soll den Verein verlassen. Für Peretz ist damit kein Platz mehr im Torhüter-Ranking der Münchner vorgesehen.
Keine Chance mehr
Dabei galt der Israeli bei seiner Verpflichtung im Sommer 2023 als spannendes Zukunftsprojekt. Der FC Bayern überwies damals rund fünf Millionen Euro an seinen Heimatverein Maccabi Tel Aviv und stattete den Nationaltorhüter mit einem Vertrag bis 2028 aus. In München kam Peretz allerdings nur auf wenige Pflichtspieleinsätze. Anschließend folgten Leihstationen beim Hamburger SV und später in Southampton.
Vor allem in England gelang dem 25-Jährigen schließlich der sportliche Durchbruch. Nach seinem Wechsel zu Southampton im Januar entwickelte sich Peretz rasch zum Stammtorwart und überzeugte mit konstant starken Leistungen. Medienberichten zufolge gelangen ihm sieben Zu-Null-Spiele in 20 Partien, womit er erheblichen Anteil am erfolgreichen Saisonverlauf der "Saints" hatte. Seine Leistungen sollen zudem das Interesse weiterer Vereine geweckt haben.
Rund 8 Millionen
Southampton besitzt bereits seit der Winter-Leihe eine Kaufoption. Mehrere Berichte sprechen von einer festgelegten Ablösesumme zwischen sieben und acht Millionen Euro. Sollte der Deal in dieser Größenordnung abgeschlossen werden, würde Bayern sogar einen Gewinn erzielen. Schließlich hatten die Münchner den Keeper einst für rund fünf Millionen Euro verpflichtet.
"Spygate"-Skandal in die Schlagzeilen geraten, der erhebliche Auswirkungen auf die Aufstiegshoffnungen hatte. Peretz selbst äußerte sich enttäuscht über die Situation, betonte aber zugleich seine Verbundenheit mit dem Verein und seinen Teamkollegen.
Aus Bayern-Sicht wäre der Transfer letztlich eine klassische Win-win-Situation. Der Rekordmeister könnte einen Spieler verkaufen, der keine Perspektive mehr besitzt, und gleichzeitig einen finanziellen Überschuss erzielen. Peretz wiederum hätte die Chance, seine Karriere als Stammtorhüter in England fortzusetzen. Nach Jahren im Schatten von Manuel Neuer scheint der Israeli nun den passenden Verein für den nächsten Karriereschritt gefunden zu haben.