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Gefährlicher Social-Media-Trend: Experten warnen vor "Tanmaxxing"

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Auf TikTok und Instagram macht ein neuer Beauty-Trend die Runde: Beim sogenannten "Tanmaxxing" wollen sich User so schnell und so stark wie möglich bräunen. Dermatologen schlagen Alarm – denn was als Sommer-Glow verkauft wird, kann schwere Folgen für Haut, Augen und Gesundheit haben.
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Der perfekte gebräunte Körper, sichtbare Tanlines, ein "gesünderer" Teint: Auf Social Media wird Sonnenbräune gerade wieder als Beauty-Ideal gefeiert. Unter dem Hashtag "Tanmaxxing" zeigen sogenannte "Tanfluencer", wie sie möglichst lange in der Sonne liegen, den UV-Index gezielt ausnutzen, Bräunungsbeschleuniger verwenden oder sogar auf Sonnencreme verzichten. Manche greifen auch zu Solarien, um die Bräune noch intensiver zu machen.

Was harmlos nach Sommertrend klingt, ist aus medizinischer Sicht jedoch alles andere als ungefährlich. Experten warnen: Tanmaxxing ist kein Beauty-Hack, sondern ein massives Risiko für Hautschäden, vorzeitige Hautalterung und Hautkrebs.

Was bedeutet "Tanmaxxing"?

Der Begriff setzt sich aus "tan" für Bräune und "maxxing" für Maximieren zusammen. Ziel ist es also, die Bräune maximal zu steigern. Auf Social Media wird das als optisches Upgrade inszeniert: Bräune soll Muskeln definierter wirken lassen, die Haut ebenmäßiger erscheinen lassen und den Körper schlanker aussehen lassen.

Besonders problematisch: Viele Videos verharmlosen die Risiken von UV-Strahlung. Teilweise wird suggeriert, Sonnencreme würde die Bräune verhindern oder sei unnötig. Genau diese Botschaften halten Hautärzte für gefährlich – vor allem, weil sie junge Menschen erreichen.

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Bräune ist nicht gesund – sondern eine Warnreaktion

Der größte Irrtum beim Tanmaxxing: Gebräunte Haut wird oft mit Gesundheit, Frische und Attraktivität gleichgesetzt. Tatsächlich ist Bräune aber ein Zeichen dafür, dass die Haut auf UV-Strahlung reagiert.

Trifft UV-Strahlung auf die Haut, können Hautzellen geschädigt werden. Der Körper versucht sich zu schützen, indem er mehr Melanin bildet – den Farbstoff, der die Haut dunkler erscheinen lässt. Diese Bräune ist also keine harmlose Verschönerung, sondern eine Schutzreaktion auf Stress und mögliche DNA-Schäden in der Haut.

Das Problem: Dieser Eigenschutz reicht nicht aus. Auch gebräunte Haut kann weiter geschädigt werden. Wiederholte UV-Belastung summiert sich über die Jahre – und genau das erhöht das Risiko für bleibende Hautschäden.

Diese Risiken drohen durch Tanmaxxing

Wer sich absichtlich starker Sonne aussetzt oder Solarien nutzt, riskiert nicht nur einen Sonnenbrand. UV-Strahlung kann langfristig zu Pigmentflecken, Falten, schlaffer Haut und einer beschleunigten Hautalterung führen. Die Haut verliert an Elastizität, wirkt früher müde und uneben.

Noch ernster ist das Krebsrisiko. UV-Strahlung gilt als einer der wichtigsten Risikofaktoren für Hautkrebs. Dazu zählen Basalzellkarzinome, Plattenepithelkarzinome und das besonders gefährliche maligne Melanom, also schwarzer Hautkrebs. Vor allem intensive UV-Belastung und Sonnenbrände können das Risiko erhöhen.

Auch die Lippen und Augen sind betroffen. Zu viel UV-Strahlung kann die Lippen austrocknen, schädigen und langfristig krankhafte Veränderungen begünstigen. Die Augen können ebenfalls leiden: UV-Strahlung kann Entzündungen, Hornhautschäden und langfristig das Risiko für grauen Star oder andere Augenerkrankungen erhöhen.

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Solarien sind keine sichere Alternative

Viele Tanmaxxing-Videos präsentieren Sonnenbänke als schnellen Weg zur perfekten Bräune. Doch auch künstliche UV-Strahlung ist gefährlich. Solarien belasten die Haut mit intensiver UV-Strahlung und können das Risiko für Hautkrebs und vorzeitige Hautalterung erhöhen.

Experten betonen deshalb: Es gibt keine gesunde UV-Bräune. Auch eine sogenannte "Grundbräune" schützt nicht zuverlässig vor Sonnenbrand oder Hautschäden. Wer Farbe möchte, sollte lieber zu Selbstbräuner oder Spray-Tan greifen – diese Varianten verändern nur die Hautoberfläche und kommen ohne UV-Strahlung aus.

So schützt man sich richtig

Wer im Sommer draußen ist, muss die Sonne nicht komplett meiden. Entscheidend ist, die Haut bewusst zu schützen. Besonders in der Mittagszeit, wenn die UV-Strahlung am stärksten ist, sollte man Schatten suchen. Ein Hut, Sonnenbrille mit UV-Schutz und luftige Kleidung helfen zusätzlich.

Sonnencreme sollte großzügig aufgetragen werden – am besten mit hohem Lichtschutzfaktor, idealerweise SPF 30 oder 50. Wichtig ist auch das Nachcremen, besonders nach dem Schwimmen, Schwitzen oder Abtrocknen. Nase, Ohren, Lippen, Nacken, Schultern und Fußrücken werden dabei häufig vergessen.

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Fazit: Der Sommer-Glow ist das Risiko nicht wert

Tanmaxxing zeigt, wie gefährlich Beauty-Trends werden können, wenn medizinische Fakten ignoriert werden. Eine tiefe Bräune mag kurzfristig als attraktiv gelten – langfristig zahlt die Haut dafür oft einen hohen Preis. Die wichtigste Botschaft der Experten: Sonnenbrand und intensive UV-Bräune sind keine Bagatelle. Wer seine Haut schön halten will, sollte sie nicht maximal bräunen, sondern maximal schützen.