Lob für Ersatzspieler

Rangnick: "Karten wurden neu gemischt"

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Sieg gegen Tunesien hinterließ bei Rangnick Fragezeichen

Wirkliche Freude ist bei Ralf Rangnick am Montag nach dem 1:0 gegen Tunesien im Wiener Happel-Stadion nicht aufgekommen. Österreichs Fußball-Teamchef muss sich nach der siegreichen WM-Generalprobe um die angeschlagenen Christoph Baumgartner und David Alaba sorgen und mit Personalfragen auseinandersetzen, die eigentlich schon erledigt schienen. Doch während nicht alle für die Anfangself gegen Jordanien vorgesehenen Spieler überzeugten, zeigten Kicker aus der zweiten Reihe auf.

Von den eingewechselten Akteuren hob Rangnick Kevin Danso und Marco Friedl, aber vor allem Carney Chukwuemeka und Paul Wanner hervor. "Was die beiden gespielt haben, war nicht so schlecht", erklärte der Deutsche. "Das heutige Spiel hat schon noch ein paar Karten neu gemischt."

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Rangnick schickte eine Mannschaft aufs Feld, die wohl - abgesehen vom kurzfristigen Baumgartner-Ausfall - in weiten Teilen als Einserformation beim WM-Auftakt gegen Jordanien vorgesehen war. Die Leistung dieser Auswahl ließ jedoch zu wünschen übrig. "In der ersten Hälfte haben wir nicht so gespielt, wie wir es normalerweise können. Vor allem das Passspiel im letzten Drittel war nicht sauber genug. Manchmal haben wir falsche Entscheidungen getroffen, und wir hatten auch bei den Aluminiumtreffern der Tunesier das nötige Glück", sagte Rangnick.

Zufriedenheit mit Leistung in zweiter Hälfte

Nach fünf Auswechslungen zur Pause wurde es besser - trotz der Roten Karte für Konrad Laimer (37.), die laut ÖFB-Angaben keine Sperre für die WM nach sich zieht. "Die zweite Hälfte war umso besser. Wir waren mit einem Mann weniger dem zweiten oder dritten Tor näher als Tunesien dem Ausgleich", betonte Rangnick.

Für Laimers Ausschluss wegen Torraubs hatte der 67-Jährige Verständnis. "Wenn es streng nach dem Regelwerk geht, kann man dafür Rot zeigen." Die numerische Schwächung könnte im Hinblick auf die WM Positives bewirken, so Rangnick. "Für mich ist entscheidend, dass Konni (Anm.: Laimer) nicht gesperrt ist. Ansonsten ist es ganz gut, dass wir auf so eine Probe gestellt wurden."

Schließlich könnte man auch bei der WM in Unterzahl geraten. "Deshalb war es ein richtig guter Test, auch was das Dagegenhalten und die Resilienz betrifft", meinte Rangnick. Einen weiteren Test wird es nicht geben, weil das in Kalifornien geplant gewesene Spiel gegen Guatemala abgesagt wurde. "Aber ich bin nach wie vor froh, dass es nicht stattfindet. Wir haben heute einen gewissen Preis dafür (Anm.: für das Spiel gegen Tunesien) zahlen müssen", meinte Rangnick.