Vorwürfe

Kritik an Putin – Abgeordneter warnt vor "totalem Chaos"

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In Russland wächst der interne Druck: Ein Duma-Abgeordneter übt ungewohnt scharfe Kritik an der Führung und warnt vor einer "sozialen Explosion" sowie "totalem Chaos" durch den Ukraine-Krieg.
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Die wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Krieges werden in Russland immer sichtbarer und der interne Widerstand gegen die Staatsführung wird größer. Der 71-jährige kommunistische Abgeordnete Wjatscheslaw Markchajew warnt vor dramatischen Entwicklungen, wie unter anderem die britische "Daily Mail" berichtet. Er fordert einen klaren, öffentlichen Plan zur Beendigung des Ukraine-Krieges, der auf den nationalen Interessen basiere. "Die Zeit der Illusionen ist vorbei. Das Land steht kurz vor einer sozialen Explosion, und die volle Verantwortung dafür liegt bei den unabsetzbaren Behörden", erklärte Markchajew, der bereits 2022 Russlands Invasion in der Ukraine verurteilte.

Kritik an Wladimir Putin

Der Abgeordnete kritisiert scharf, wie junge Männer für den Krieg geopfert werden. Unter der Führung des Kreml-Chefs gebe es keine echten Erfolge, sondern nur die persönliche Bereicherung der Eliten. Während die Zahl der Milliardäre in Russland einen Rekordwert von 155 Personen erreicht hat, müssen Pensionisten 55 Prozent ihrer geringen Mittel von etwa 60 Euro wöchentlich für Fixkosten aufwenden. Markchajew betonte, dass die Führung seit einem Vierteljahrhundert an der Macht sei und den Bezug zu den Bedürfnissen der Menschen verloren habe. Ohne Änderungen drohe ein Zusammenbruch, den der Westen ausnutzen könnte.

Auswirkungen betreffen ganz Russland

Zusätzlich wird die Lage durch anhaltende militärische Rückschläge erschwert. Markchajews Kritik kam nur Stunden bevor neue ukrainische Angriffe gemeldet wurden, die einen Hafen und Energieanlagen auf der besetzten Krim sowie Ziele in Krasnodar trafen. Dabei gab es ein Todesopfer und drei Verletzte. Drohnenteile verursachten zudem einen Brand an einem Seeterminal in der Siedlung Wolna, das Öl und Gas transportiert. Laut dem ukrainischen Generalstab wurden auch eine Ölstation in Wolgograd sowie besetzte Gebiete in Donezk und Saporischschja getroffen. Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte erfolgreiche Schläge gegen eine Militärfabrik tief im Landesinneren von Russland, die Bauteile für Drohnen und Raketen liefert.