Wasser-Check
"Mäßig": EU-Alarm um den Wörthersee
Der Wirbel um den Sommer-Hotspot Wörthersee geht in die nächste Runde: Nachdem ihn die Wirtschaftskammer - unter Protest des Umweltamtes - nicht mehr als "natürlich" sondern als ""erheblich veränderter Wasserkörper" einstufen will, schlägt jetzt auch die EU-Kommission Alarm.
Grund: Ihr jährlicher Bericht über die Qualität der heimischen Badeseen stuft den "ökologischen Zustand" des Wörthersees, der die Abweichung vom natürlichen Zustand des Ökosystems misst, nur als "mäßig" ein.
Sogar Minister greift jetzt ein
Gründe für diese Einstufung sind unter anderem steigender Nutzungsdruck sowie klimawandelbedingt höhere Wassertemperaturen.
Das ruft jetzt auch die Politik auf den Plan. Umwelt-Minister Norbert Totschnig (ÖVP) kündigt in einer Aussendung an, den "Seendialog Wörthersee" zu starten. So sollen die touristische Nutzung und das ökologische Gleichgewicht mehr in Einklang gebracht werden.
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Wasserqualität: Österreich auf Platz 4 in Europa
Die Wasserqualität des Wörthersees ist aber hervorragend, sei an dieser Stelle klargestellt. Laut dem neuen Bericht der EU gilt dies in ganz Österreich: Von den insgesamt 260 untersuchten heimischen Badestellen wurden 251, das entspricht 96,5 Prozent, als "ausgezeichnet" klassifiziert.
Gemessen am Anteil der als "ausgezeichnet" klassifizierten Stellen liegt Österreich mit 96,5 % – so wie im Vorjahr – am vierten Platz der 29 gemäß den Vorgaben der Badegewässer-RL untersuchten Länder. Berücksichtigt wurden die 27 EU-Staaten sowie Albanien und die Schweiz. An der ersten Stelle liegt, wie im Vorjahr, Zypern mit 100 % . Gefolgt von Griechenland mit 97,1 % an Bulgarien mit 96,9 %. Im Jahr 2025 wurden europaweit 22.288 Messstellen an Badegewässern untersucht.