Die ORF-Chefwahl steht bereits seit Wochen unter keinem guten Stern, meint der eine oder andere ORF-Insider. Das könnte sich am Tag der Wahl – am Donnerstag muss formalrechtlich der 35-köpfige ORF-Stiftungsrat den neuen/die neue ORF-Generaldiktor(in) wählen – erneut zeigen.
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Grundsätzlich bleibt der bisherige APA-CEO Clemens Pig klarer Favorit. Eine Mehrheit von ÖVP und SPÖ dürfte ihn wählen. Hinter den Kulissen wird bereits seit Wochen kolportiert, dass es dazu eine Abmachung zwischen VP-Kanzler Christian Stocker und SPÖ-Chef Andreas Babler geben würde.
Aber: Vereinzelte Stiftungsräte von ÖVP und SPÖ würden "nicht wie die Lemminge wählen, sondern könnten Breitenecker oder Totzauer wählen".
Gemeint: Ex-Pro7-Austria-Chef Markus Breitenecker könnte nach Pig die meisten Stimmen erhalten, gefolgt von ORF-Magazin-Chefin Lisa Totzauer.
DIESES Duell könnte es jetzt geben
Das könnte bedeuten, dass kein Kandidat im ersten Wahlgang die nötige absolute Mehrheit erhält und es zu einer Stichwahl im Stiftungsrat kommen müsste. In dem Fall – Breitenecker kann mutmaßlich mit einzelnen Stimmen aus ÖVP, SPÖ, den Neos und Grünen rechnen – wäre das wahrscheinlichste Duell wohl Pig gegen Breitenecker. Aber auch Totzauer habe "Chancen, in die Stichwahl zu kommen, wenn die Frauen und die Stiftungsräte sie wählen".
ORF3-Managerin Kathrin Zierhut dürfte wohl nur die Stimmen der FPÖ-Stiftungsräte erhalten. Die danach Breitenecker wählen könnten.