Kultmoderator

Pariasek: "Da kannst niemanden nach der Relativitätstheorie fragen"

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So reagiert der ORF-Kultmoderator auf die Kritik.

Wenn Österreich bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 aufläuft, wird für viele Fans auch ein vertrautes Gesicht wieder dabei sein: Rainer Pariasek. Seit Jahrzehnten begleitet der ORF-Moderator die größten Sportereignisse des Landes, interviewt Sieger und Verlierer, steht im Zielraum von Kitzbühel oder am Spielfeldrand bei Länderspielen. Die WM in den USA wird für den 62-Jährigen allerdings eine besondere sein – sie dürfte seine letzte Weltmeisterschaft als ORF-Gesicht werden.

Im Gespräch mit dem Fußballportal 90minuten blickte Pariasek nun auf seine Karriere zurück und sprach dabei auch über einen Vorwurf, der ihn seit Jahren begleitet: seine Interviewfragen.

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"Wiederholt sich natürlich"

Vor allem in sozialen Medien wird der langjährige Moderator regelmäßig kritisiert. Viele Zuschauer werfen ihm vor, nach Spielen oder Rennen zu einfache oder vorhersehbare Fragen zu stellen. Pariasek kennt diese Kritik – und hält dagegen.

"Man kritisiert meine Fragen immer wieder", sagt er offen. Gleichzeitig verweist er auf die Rahmenbedingungen seiner Arbeit: "Wir haben eine Frage und eine Antwort, bevor Werbung kommt und da kannst du niemanden nach der Relativitätstheorie fragen, sondern eben, ob er oder sie mit dem Spiel oder Lauf zufrieden ist oder wieso dieses oder jenes passiert ist."

Für Pariasek wird dabei oft übersehen, dass Interviews direkt nach Wettkämpfen unter enormem Zeitdruck stattfinden. Sportler seien erschöpft, emotional und hätten oft nur wenige Sekunden Zeit für Antworten. "Dann wiederholen sich die Fragen natürlich", erklärt er.

Trotz der Kritik zählt Pariasek nach fast vier Jahrzehnten beim ORF zu den bekanntesten Sportjournalisten Österreichs. Seit seiner ersten Fußball-WM 1998 hat er Generationen von Sportfans begleitet. Dass er heute als "Sportgesicht der Nation" gilt, erfüllt ihn nach eigenen Worten mit Stolz.

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Dabei scheute er auch unangenehme Fragen nie. So erinnert er sich an Konflikte mit dem damaligen ÖFB-Teamchef Hans Krankl, der ihm einst vorwarf: "Ich hab das Gefühl, du freust dich, wenn wir verlieren." Für Pariasek war klar, dass kritische Nachfragen Teil seines Berufs sind. "Du kannst nicht ernsthaft glauben, dass ich mich freue, wenn wir verlieren", entgegnete er damals.

Auch unter Franco Foda oder zuletzt unter Teamchef Ralf Rangnick blieb der Moderator bei kritischen Fragen. Rangnick habe ihn nach einem Spiel sogar "ein bisschen angeschnauzt", erzählt Pariasek mit einem Schmunzeln. Solche Reaktionen seien ihm allerdings lieber als ausweichende Standardantworten.