2:0 gegen Algerien

Historischer WM-Erfolg für die Schweiz

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Die "Nati" bezwingt Algerien im Sechzehntelfinale in Vancouver souverän mit 2:0 und gewinnt damit erstmals seit 1938 wieder ein K.-o.-Spiel bei einer Weltmeisterschaft. Breel Embolo (10.) und Dan Ndoye (46.) sorgten mit ihren Treffern für den verdienten Achtelfinaleinzug.
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Algerien präsentierte sich über weite Strecken als zu harmlos. Die Schweiz trifft nun am Dienstag (22.00 Uhr MESZ) erneut in Vancouver auf den Sieger der Begegnung Kolumbien gegen Ghana, die in der Nacht auf Samstag in Kansas City über die Bühne geht.

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Das Spiel stand von Anfang an im Zeichen des Duells der Trainer: Vladimir Petkovic war bis 2021 Coach der Eidgenossen, der aktuelle Trainer Murat Yakin folgte ihm damals nach und setzte dessen erfolgreichen Weg fort. Zahlreiche Spieler im Schweizer Kader spielten bereits unter Petkovic in der Nati, allen voran Kapitän Granit Xhaka, der gegen Algerien sein 150. Länderspiel im Dress der Schweizer bestritt. Für die Schweiz begann Denis Zakaria als rechter Außenverteidiger, Flügel Ndoye kehrte in die Startformation zurück.

Petkovic ließ seine "Fennecs" (Wüstenfüchse), die sich am vergangenen Sonntag durch das dramatische 3:3 gegen Österreich als Dritte der Gruppe J qualifiziert hatten, betont defensiv auflaufen und verzichtete zunächst auf Stürmer Amine Gouiri. Für ihn verstärkte Ramiz Zerrouki das Mittelfeld. Im Tor kehrte Luca Zidane, Sohn der französischen Fußballlegende Zinedine Zidane, in die Startformation zurück. In der Abwehr begann Rayan Ait-Nouri.

Algerien harmlos, Schweiz effizient

Algerien erspielte sich zunächst ein optisches Übergewicht, gefährlich wurden die Nordafrikaner nicht. Die Schweiz sah sich in den ersten Minuten an, was die Wüstenfüchse zu bieten hatten. Doch in der 10. Minute war damit Schluss: Jungstar Johan Manzambi tankte sich nach schnellem Gegenstoß links im Strafraum durch und gab zur Mitte, wo Breel Embolo vollendete. Die algerische Defensive offenbarte einmal mehr ihre Schwächen.

Die Nati bekam das Spiel immer mehr unter Kontrolle und blieb durch schnelle Angriffe gefährlich. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit wurden die Algerier beim Schweizer Torhüter Gregor Kobel vorstellig. Fares Chaibi kam in der 43. Minute in aussichtsreicher Position zum Abschluss, zwei Minuten später setzte Jungstar Ibrahim Masa den Ball nach Mahrez-Flanke rechts neben das Tor.

Kalte Dusche für Nordafrikaner nach Wiederbeginn

Was immer sich die Algerier für die zweite Halbzeit vorgenommen hatten, in der 46. Minute war dies obsolet: Die Defensive präsentierte erneut ihre Schwächen, der zweite von zwei Fehlpässen beim Herausspielen landete bei Ndoye, der trocken und präzise ins lange Eck einschoss. Petkovic reagierte, brachte nun doch Gouiri und wechselte auch den über weite Strecken blass gebliebenen Mahrez aus.

Chancen ergaben sich dadurch nicht. Im Gegenteil: Die Schweiz vergab in der 81. Minute durch Fabian Rieder das 3:0, der den Ball aus drei Metern nicht im Tor des eigentlich schon geschlagenen Zidane unterbrachte. Was auch egal war, die Eidgenossen spielten sich ungefährdet zum Achtelfinaleinzug.