Emotionale Rede

"Das ist eine Katastrophe": Arnautovic-Abschied unter Tränen

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Die Zeit in Österreichs Fußball-Nationalmannschaft ist für Marko Arnautovic mit einer bitteren Niederlage zu Ende gegangen.
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Der 37-Jährige und seine Kollegen waren am Donnerstag in Los Angeles beim 0:3 im WM-Sechzehntelfinale gegen Spanien chancenlos, danach nahm der Wiener in einer emotionalen Rede Abschied von der ÖFB-Auswahl. Teamchef Ralf Rangnick berichtete von "bewegenden Worten" und einer "besonders berührenden und natürlich auch traurigen Atmosphäre" in der Kabine.

Ein enttäuschter Fußballspieler hält seine Schuhe und verbirgt sein Gesicht nach einem Spiel.
epa13081648 Marko Arnautovic of Austria reacts after the FIFA World Cup 2026 Round of 32 match Spain against Austria, in Los Angeles, USA, 02 July 2026. EPA/SCOTT STRAZZANTE © EPA

"Wer jetzt Mäuschen hätte spielen können oder dabei gewesen wäre bei dieser Ansprache - ich möchte nicht wissen, wie viele Spieler neben ihm selbst und auch Mitglieder des Staffs Tränen in den Augen hatten", sagte der Deutsche und bezeichnete die Rede des Stürmers als "besonderen Moment".

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Highlights: Spanien vs. Österreich


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Arnautovic selbst ging auf seine Ansprache nicht ein und erklärte unmittelbar nach dem Schlusspfiff mit Tränen in den Augen auf ServusTV: "Das ist eine Katastrophe. Ich habe schon genug geweint." Seine 137 Länderspiele und 49 Tore sind im ÖFB-Team unerreicht.

"Größtes Highlight meiner Karriere"

Ob der ÖFB-Veteran eventuell noch ein Abschiedsspiel bekommt, ist derzeit unklar und spielte in den Gedanken des Stürmers kurz nach dem WM-Out auch keine Rolle. "Es ist und war das größte Highlight meiner Karriere, mit meinem Land hier bei einer Weltmeisterschaft spielen zu dürfen. Es trifft mich zum Schluss, dass ich meine zweite Familie ab jetzt nicht mehr am Platz sehen werde."

Von Rangnick gab es zum Abschluss noch einmal großes Lob. "Ohne Marko und ohne Markos Tore wären wir womöglich nicht zur EURO nach Deutschland gefahren und wären wir vielleicht auch hier nicht dabei gewesen", meinte der 68-Jährige. "Er hat nach seinem letzten Wechsel nach Belgrad nicht immer regelmäßig gespielt, deswegen: Ich hätte ihn natürlich gerne öfter länger dabei gehabt und auch mal in einem Spiel über 90 Minuten - aber das ist leider nicht möglich gewesen."

Arnautovic wurde in den vier ÖFB-Partien bei dieser Endrunde dreimal ein- und einmal ausgewechselt und brachte es dabei auf zwei Tore. Damit ist er neben Ivica Vastic, Romano Schmid und Sasa Kalajdzic der einzige Österreicher, der sowohl bei einer WM als auch bei einer EM getroffen hat. Gegen den regierenden Europameister war er so wie seine Mitspieler von einem Torerfolg weit entfernt. "Wir haben alles versucht, aber Spanien ist eine überragende Mannschaft. Leider hat es heute nicht gereicht. Trotzdem können wir stolz auf das sein, was wir bei dieser Weltmeisterschaft geleistet haben", erklärte Arnautovic.

Kalajdzic: Arnautovic "ein ganz, ganz Großer"

Seine Mitspieler streuten dem ÖFB-Rekordmann Rosen. "Er ist ein ganz, ganz Großer. Wir haben ihn alle extrem gerne und am liebsten wollen wir, dass er weitermacht, aber es ist seine Entscheidung. Ich wünsche ihm nur das Beste, bin froh, dass ich ihn kenne und mit ihm den Platz teilen durfte", sagte Kalajdzic.

Laut Schmid war Arnautovics Verabschiedung "ein Gänsehaut-Moment und schon traurig", und Stefan Posch meinte: "Er ist ein überragender Spieler und noch viel mehr ein überragender Mensch. Ich kann nicht mehr als danke sagen." Für Konrad Laimer ist die österreichische Nationalmannschaft ohne Arnautovic "schwer vorstellbar. Ein unglaublicher Charakter, ein unglaublicher Fußballer. Er hat immer alles gegeben, er ist immer vorangegangen, und dafür gibt es nur den größten Respekt von meiner Seite. Ich bin froh, dass ich ein kleiner Teil seines Weges sein konnte."

Rekordmarken dürften noch lange Bestand haben

Arnautovic debütierte am 11. Oktober 2008 beim 1:1 in der WM-Qualifikation auf den Färöern im A-Team. Knapp 18 Jahre später geht eine Ära zu Ende, die mit Highlights wie den EM-Teilnahmen 2016, 2021 und 2024 sowie nun mit dem ersten WM-Auftritt gespickt war. Seine Rekordmarken von 49 Toren und 137 Länderspielen werden wohl länger nicht geknackt werden.

Spanien gegen Österreich


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Ein Kandidat, Arnautovic zumindest in puncto Nationalteam-Einsätzen zu überflügeln, ist David Alaba. Der 34-Jährige, der bei 117 Länderspielen hält, ließ seine ÖFB-Zukunft offen. "Ich habe mir überhaupt keine Gedanken gemacht um meine Zukunft, auch auf Club-Ebene, war sehr konzentriert und fokussiert auf diese Weltmeisterschaft. Jetzt werde ich erst mal diesen bitteren Moment verarbeiten müssen. Das wird sicherlich ein paar Tage dauern, und dann mache ich mir Gedanken", erklärte der ÖFB-Teamkapitän, der nach dem Ende seines Vertrags bei Real Madrid ablösefrei zu haben ist.

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