Kosten-Streit
Wer zahlt für die Landarbeiterkammer-Wahl?
Die Gemeinden werden für die Kammerwahl zur Kasse gebeten – und das ohne Entschädigung - das sagt NÖ GVV-Präsident Andreas Kollross.
Der Kammer-Präsident reagiert damit auf die Forderung, die Wahl künftig selbst zu organisieren – so wie AK und WK das tun – mit dem Hinweis, „ein paar Stunden alle paar Jahre" sollten doch wohl möglich sein. Eine Antwort, die für Empörung sorgt!
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Denn die Realität sehe ganz anders aus: Wählerverzeichnisse prüfen, Wahlbehörde einberufen, Wahlzellen aufstellen, Akten zur BH bringen – allein in einer Gemeinde summierten sich rund zwölf Stunden Aufwand, ein Großteil davon an einem Sonntag mit Überstundenzuschlag!
Und jetzt die brisante Rechnung: 573 Gemeinden in NÖ – macht 6.876 Stunden Aufwand insgesamt. Das entspreche dem Jahrespensum von vier Vollzeitbeschäftigten – alles auf Kosten der Kommunen, so Kollross.
Die Forderung Kollross' ist klar: Die Landarbeiterkammer soll ihre Wahl selbst organisieren und bezahlen. Die abschließende Frage lässt tief blicken: „An wen dürfen wir die Rechnung schreiben?"
In seinem Offenen Brief schreibt Kollross als P.S.: "Gerne bin ich bereit, mit Ihnen über eine gesetzliche Änderung zu sprechen und diese mit Ihnen gemeinsam anzustoßen. Nicht mehr bereit bin ich, in ein paar Jahren ein weiteres Mal diese Aufgabe und die daraus entstehenden Kosten als Gemeinde zu tragen."