Tierschützer warnen
Schock: Fake-Retter machen Geschäft mit Tieren
Abgemagerte Hunde, offene Wunden und verzweifelte Rettungsaktionen: Millionen Menschen sehen täglich solche Videos in sozialen Netzwerken und spenden aus Mitgefühl. Doch genau dieses Mitgefühl soll nun von einer skrupellosen Betrugsmasche ausgenutzt worden sein.
Tierleid als Geschäftsmodell
Tierschützer werfen mutmaßlichen Tätern in Uganda vor, Hunde und Katzen gezielt leiden gelassen zu haben, um mit schockierenden Bildern Spenden zu sammeln. Nach Angaben der Welttierschutzgesellschaft (WTG) sollen Tiere absichtlich verletzt, ausgehungert oder in lebensgefährliche Situationen gebracht worden sein, um möglichst emotionale Videos für Plattformen wie TikTok, Instagram oder Facebook zu produzieren.
Je dramatischer die Aufnahmen wirken, desto größer fällt oft die Anteilnahme der Nutzer aus – und damit auch die Bereitschaft zu spenden.
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Ermittler retten dutzende Tiere
Im Zuge von Ermittlungen konnte laut WTG ein Verdächtiger in Uganda überführt werden. Aus zwei Einrichtungen wurden insgesamt 58 Hunde und Katzen gerettet. Viele der Tiere waren demnach in schlechtem gesundheitlichem Zustand und mussten medizinisch versorgt werden.
Die Aufnahmen in sozialen Netzwerken folgten häufig demselben Muster: stark geschwächte Tiere, leere Futterschüsseln und angebliche Retter, die dringend um finanzielle Unterstützung baten.
Schockierende Vorwürfe
Bereits frühere Recherchen hatten auf ein mögliches System hinter den vermeintlichen Rettungsaktionen hingedeutet. Demnach sollen Tiere von der Straße eingesammelt und in überfüllten Unterkünften gehalten worden sein. Für Videoaufnahmen seien Hunde teilweise sogar weitergegeben oder "vermietet" worden.
Besonders schlimm: Nach Angaben von Tierschützern sollen manche Tiere gezielt in gefährliche Situationen gebracht worden sein, damit die späteren Rettungsvideos möglichst dramatisch wirken.
Netzwerk statt Einzelfall
Tierschützer gehen davon aus, dass hinter den Vorfällen nicht nur einzelne Personen stehen. Vielmehr soll es Verbindungen zwischen mehreren Akteuren geben, die sich gegenseitig unterstützen und organisieren.
Frühere Recherchen sprachen bereits von einem größeren Netzwerk, das in Teilen Ugandas aktiv sein soll.
Experten warnen vor Schnellschüssen
Wer Tieren helfen möchte, sollte Spendenaufrufe in sozialen Netzwerken genau prüfen. Experten raten dazu, sich über Organisationen zu informieren, offizielle Webseiten zu kontrollieren und nicht allein aufgrund emotionaler Videos Geld zu überweisen.
Denn hinter manchen vermeintlichen Rettungsgeschichten könnte sich eine erschreckende Wahrheit verbergen: Tiere, die für Klicks, Aufmerksamkeit und Spenden leiden mussten.
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