Tourismus auf Rekord-Kurs

Ansturm auf unsere Pisten

Tourismus auf Rekord-Kurs

Der Pistensport erlebt eine neue Boom-Phase. 10 Prozent mehr Touristen in Österreich.

Wien. Derzeit gerät jeder Ski-Fan ins Schwärmen: Auf den Hängen herrschen perfekte Bedingungen: Obertauern 180 cm Schnee, Kitzbühel 80cm, Reiteralm
Schladming 125 cm. Dazu kommt auf den Bergen ab heute wieder die Sonne raus, ein Traumtag wartet.
 
Die Sportler auf den Pisten jubeln und auch die für Österreich so wichtige Tourismusbranche. „Die Buchungszahlen stimmen – Weihnachten und Silvester waren die besten, die es bisher gab“, freut sich Petra Nocker-Schwarzenbacher von der Wirtschaftskammer Österreich.
 

Zu viele wollten auf Piste: 
Zufahrt zu Skiort gesperrt

Run. Extrembeispiel: Am Hochkar (NÖ, 70 cm Schnee) war der Andrang so groß, dass die Zufahrtsstraße gesperrt werden musste – alle wollten auf die Piste.
Ansturm auch in Kärnten: plus 13 Prozent bei den Verkäufen von Skipässen.
 
Kein Jänner-Loch. Neu ist heuer: Es gibt auch kein Jänner-Loch. Also einen Buchungseinbruch nach den Weihnachtsferien. Laut Petra Nocker-Schwarzenbacher tragen dazu Skigroßereignisse und Skisprung-Events bei.
 
Fast ausgebucht. Ein Anruf im Nobel-Skiort Kitzbühel (Tirol) zeigt: Auch drei Wochen vor den Semesterferien ist es schwer, ein Zimmer zu finden. Hotel-Managerin Signe Reisch: „Wir sind bis in den März hinein sehr gut gebucht“.
 
Ski-Boom. Der enorme Ski-Boom zeigt sich auch bei den Verkäufen. Im vergangenen Jahr wurden 432.656 Paar Ski verkauft. Das ist ein Anstieg um 4,2 % im Vergleich zum Vorjahr. Mehr Ski werden weltweit nur in den USA verkauft (636.571 Paar).
 

"Investitionen in Qualität hat sich voll rentiert"

© www.kernmayer.com
Tourismus auf Rekord-Kurs
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Kult-Hotelmanagerin Signe Reisch (Rasmushof in Kitzbühel) über Tourismus-Wunder.
 
ÖSTERREICH: Bekomme ich überhaupt noch Zimmer bei Ihnen?
 
Signe Reisch: Wir finden sicher immer was, aber mehr wie voll geht nicht. Es geht uns sehr gut – das geht bis in den März hinein.
 
ÖSTERREICH: Aber wer kommt ausgerechnet jetzt zwischen Weihnachts- und Semesterferien?

Reisch: Jetzt kommen eben die ohne Schulkinder. Wir hatten gerade eine Gruppe älterer Damen hier, man glaubt gar nicht, wie sportlich die über 60-Jährigen sind. Und man überlegt sich neue Sachen. Wir haben ein Programm „Enkel lernen Ski fahren“ – das läuft sehr gut.
 
ÖSTERREICH: Überall liest man aber, dass weniger Menschen Ski fahren?
 
Reisch: Das spüren wir nicht. Wir haben viel investiert in Qualität – das rentiert sich.
 
ÖSTERREICH: Haben Sie als Skigebiet Angst vor dem Klimawandel?

Reisch: Einige Veränderungen werden auch bei uns kommen. Aber unsere Investitionen in Beschneiungsanlagen – das läuft alles ökologisch – haben sich rentiert.


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