Platz 5
Gasser schafft Einzug ins Slopestyle-Finale
15.02.2026Snowboard-Superstar Anna Gasser hat bei ihren wohl letzten Olympischen Spielen als Fünfte den Aufstieg ins Slopestyle-Finale geschafft.
Snowboard-Star Anna Gasser bekommt zum Olympia-Abschied ihr großes Finale. Die Doppel-Olympiasiegerin im Big Air schaffte am Sonntag in Livigno im Slopestyle-Bewerb als Fünfte sicher den Einzug in die für Dienstag (13.00 Uhr) angesetzte Entscheidung der Top 12. Für die 34-Jährige wird es ihr letzter Auftritt bei Winterspielen. Youngster Hanna Karrer verpasste das Finale als 17. der Qualifikation ebenso wie Gassers Lebensgefährte Clemens Millauer als 25. bei den Männern.
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Gasser war zum Auftakt der Spiele in Italien in ihrer Paradedisziplin Big Air nach Stürzen nur Achte geworden. In der Slopestyle-Quali zeigte sie bereits im ersten Lauf einen soliden, aber nicht zu riskanten Run, der mit 73,50 Punkten locker für das Finale reichte. Ihre Startnummer hatte die Kärntnerin fest angebunden, um bei langsamen Bedingungen möglichst wenig Geschwindigkeit zu verlieren.
Im zweiten Durchgang zeigte Gasser erneut eine technisch anspruchsvolle Rail-Sektion, beim zweiten Sprung setzte es sie aber nach der Landung in den Schnee. Einen höheren Score als Österreichs dreimalige Sportlerin des Jahres verzeichneten in der Qualifikation nur ihre enge Freundin, die neuseeländische Titelverteidigerin Zoi Sadowski-Synnott (88,08 Pkt.), Big-Air-Olympiasiegerin Koko Murase aus Japan (84,93), die Koreanerin Yu Seung-eun (76,80) und mit Reira Iwabuchi eine weitere Japanerin (73,65).
Teenager Karrer "sehr, sehr positiv"
Karrer kam im ersten Lauf auf 53,88 Punkte, stürzte im zweiten aber beim Versuch, sich noch einmal zu verbessern, beim Abgang von der letzten Rail. Das reichte nach dem Big Air, in dem sie Zwölfte geworden war, nicht für ihr zweites Finale. "Ich bin eigentlich sehr, sehr positiv", sagte die 18-jährige Steirerin nach ihrer Olympia-Premiere. "Es war richtig cool, ich habe es sehr genossen. In vier Jahren dann wieder."
Sie sei sehr froh, den Moment mit Gasser teilen zu können. Ihr einstiges Vorbild ist mittlerweile auch zu einer Unterstützerin und Mentorin der Zukunftshoffnung geworden. "Mit der Anna das letzte Olympia und für mich das erste zu fahren, ist schon etwas ganz Besonderes", betonte Karrer. Ihrer prominenten Landsfrau traut sie im Finale bei ihrem großen Abtritt von der Olympia-Bühne alles zu: "Ich sag', die Gasser geht für Gold."
Millauer fehlte Geschwindigkeit
Millauer kam im ersten Lauf beim zweiten Sprung zu Sturz, im zweiten bereits beim ersten unmittelbar nach den Rails. "Ich bin ganz perplex, dass ich keine Geschwindigkeit zusammenbekommen habe", sagte der 31-Jährige der APA. Schon im Training habe man "massive Speed-Probleme" gehabt. Dazu sei im ersten Durchgang beim zweiten Kicker Gegenwind gekommen. "Im zweiten Lauf bin ich total überrascht worden und wieder komplett kurz gekommen. Ich weiß nicht, ob es am Material gelegen ist, oder ob ich mental gebremst habe."
Im Big Air war der Oberösterreicher als 18. ebenfalls in der Quali gescheitert. Sein bestes Olympia-Ergebnis bleibt Rang 13 im Slopestyle 2018 in Pyeongchang. Snowboarderisch könne er sich nichts vorwerfen, meinte Millauer. "Ich bin auf einem guten Niveau." Insofern könnte wie für Gasser auch die Heim-WM im kommenden Jahr im Montafon noch ein Thema für ihn sein. "Ich gehe immer Jahr für Jahr", sagte Millauer. "Wenn ich mich körperlich fit fühle, wäre es schon noch einmal cool, eine WM daheim zu fahren."
Millauers Fazit nach seinen dritten und letzten Olympischen Spielen, den ersten in Europa: "Grundsätzlich viel schöner als in China, ich fahre nicht mit einem gebrochenen Fuß heim." 2022 in Peking hatte sich Millauer im Big-Air-Training den Innenknöchel gebrochen und war dadurch beim zweiten Gold-Coup von Gasser nicht mehr vor Ort.