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Veröffentlicht am 24.07.2019, 09:05 Uhr

Sebastian Kurz trifft Tech-Giganten

0 Aufrufe Quelle: OE24

Mit einer Fülle von Terminen ¬erweitert Ex-Kanzler Kurz in den USA seinen Horizont. 
 
Kalifornien. „Wir müssen von der Innovationslust, von dem Mut zum Risiko und Unternehmensgründergeist lernen“, sagt Sebastian Kurz zu ÖSTERREICH. Der VP-Kanzler-kandidat hat mehrere Termine bei Internetgrößen im Silicon Valley hinter sich.
 
Google. Am Montag führte ihn sein erster Weg zum Headquarter von Google. In Jeans und Leinensakko spaziert er über das Areal. Mit dem Global-Affairs-Chef Kent Walker redet der 32-Jährige auch über die Digitalsteuer. „Natürlich haben sie hier keine große Freude damit, aber ich bin froh, dass wir hier Vorreiter sind. Es braucht Steuergerechtigkeit“, sagt er ÖSTERREICH.
 
So sehr er die Gründer in der Bay Area bewundert, so sehr kennt er auch die Gefahren, die von der schönen neuen digitalen Welt ausgehen. Millionen von Arbeitsplätzen könnten durch die ¬Automatisierung verloren gehen. Kurz will frühzeitig Rezepte entwickeln.
 
Netflix. Entspannt ist der Besuch bei Netflix. Gründer Reed Hastings empfängt Kurz beim Eingang. Hastings weiß über die Abwahl von Kurz im Par¬lament Bescheid. Er lädt ihn aber bereits zum nächsten Besuch in seine Studios in Los Angeles ein.
 
Netflix-Boss zu Kurz: »Haben Sie eh ein Abo?«
 
Der Netflix-Chef fragt, ob Kurz und die mitreisenden Journalisten eh ein Netflix-Abo hätten. Hastings prophezeit, dass die Zukunft der klassischen TV-Sender im News- und Sportbereich liege.
 
Datensicherheit. Beim anschließenden Lokalaugenschein bei Facebook geht es um Datensicherheit, Hass¬postings und um neueste Entwicklungen.
 
Kurz saugt die Informationen regelrecht auf. Bei allen Terminen fällt auf, dass er viele Fragen stellt. Ein bisschen Wahlkampf spürt man freilich selbst in Kalifornien. Kurz will klar signalisieren, dass er wieder Kanzler werden solle, weil er ein Politiker sei, der mit der Zeit gehe, der die Herausforderungen verstehe.
 
Um rasante Technologie geht es auch bei Tesla. Dass das E-Auto in der Schweiz bereits Nummer 1 sei, stimmt den Türkisen besorgt. Immerhin sei die Autozulieferbranche für Österreich immens wichtig. In der Fabrik sieht Kurz die Robotermaschinen. Klassische Arbeiter sieht man hier schon lange kaum.
 
Apple und Uber. Heute geht es zu Uber und zu Apple-Chef Tim Cook. „Die USA und auch China sind Vorreiter in Innovation. Bei Europa hat man den Eindruck, dass wir Vor¬reiter für Regulierung sind“, meint Kurz davor. Ganz ohne wird es freilich nicht gehen. Auch das lernt man im Valley.

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