Der deutsche Kanzler telefonierte mit Frankreichs Präsidenten.
Deutschlands Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und der Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron haben ihre Bereitschaft erklärt, nach dem Sturz von Machthaber Bashar al-Assad in Syrien "mit den neuen Machthabern zusammenzuarbeiten, auf der Basis grundlegender Menschenrechte und dem Schutz ethnischer und religiöser Minderheiten". Darin seien sich Scholz und Macron in einem Telefongespräch am Montag, in dem es vor allem um die Lage in Syrien ging, einig gewesen.
Das erklärte der Sprecher der deutschen Bundesregierung, Steffen Hebestreit. Scholz und Macron begrüßten demnach das Ende der Regierung von Assad, denn Assad habe "dem syrischen Volk furchtbares Leid und seinem Land großen Schaden zugefügt".
Beide Staatsoberhäupter unterstrichen laut Hebestreit, wie wichtig es sei, die "territoriale Integrität und Souveränität Syriens zu erhalten". Sie wollten zudem gemeinsam darauf hinarbeiten, das Engagement der EU in Syrien zu verstärken, wobei eng koordiniert mit den Partnern im Nahen Osten über das weitere Vorgehen beraten werden soll.
Islamistische Kämpfer unter der Leitung der Miliz Hayat Tahrir al-Sham (HTS) hatten am 27. November im Norden Syriens eine Offensive gestartet und am Sonntag die Hauptstadt Damaskus eingenommen. Damit ging die mehr als 50-jährige Herrschaft des Assad-Clans in Syrien zu Ende, Assad floh laut russischen Staatsmedien mit seiner Familie nach Russland. Die Lage in Syrien ist derzeit unübersichtlich.