45 Jahre später
Trump-Dinner: Schüsse am selben Ort des Reagan-Attentats
26.04.2026Nicht das erste Mal kam es am Samstagabend im Hilton Hotel von Washington an der Connecticut Avenue zu Schüssen in Anwesenheit eines US-Präsidenten.
Während dem jährlichen Korrespondenten-Dinner in Washington kam es am Sonntagabend zu einem Schuss-Attentat. US-Präsident Donald Trump ist eigenen Angaben zufolge neuerlich einem Anschlag auf sein Leben entkommen. "Das nehme ich an", sagte Trump am Samstagabend (Ortszeit) im Weißen Haus auf die Frage, ob er die Zielscheibe des beim Dinner der White-House-Korrespondenten überwältigten Schützen gewesen sei.
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Das Korrespondentendinner gilt als Höhepunkt des Gesellschaftslebens in der US-Hauptstadt. Es findet seit dem Jahr 1921 jährlich statt, wobei in der Regel der US-Präsident und zahlreiche Prominente an dem Dinner teilnehmen.
Der Vorfall weckt sofort dunkle Erinnerungen, denn der Schauplatz hat eine historische und tragische Bedeutung. Das Washington Hilton ist genau jenes Hotel, vor dem sich am 30. März 1981 ein Attentat auf den damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan ereignete.
Das historische Reagan-Attentat
Damals hatte Reagan gerade eine Rede im Hotel gehalten. Als er zu seiner Limousine zurückkehrte, eröffnete der Schütze John Hinckley Jr. das Feuer. Eine der Kugeln prallte von der gepanzerten Präsidentenlimousine ab und traf Reagan in den Oberkörper.
Dabei wurde eine Rippe gebrochen und ein Lungenflügel durchbohrt. Der Präsident wurde umgehend in das nahegelegene George Washington University Hospital gebracht, wo er notoperiert werden musste. Er überlebte den Anschlag und konnte das Spital am 11. April wieder verlassen.
Die Folgen von 1981
Bei dem Anschlag wurden noch drei weitere Personen verletzt: Ein Agent des Secret Service, ein Polizist der lokalen Polizei und der damalige Sprecher des Weißen Hauses, James Brady. Brady erlitt durch einen Kopfschuss schwere Hirnschäden und blieb für den Rest seines Lebens auf einen Rollstuhl angewiesen. Seine schweren Verletzungen trugen maßgeblich zu seinem Tod im Jahr 2014 bei.
Der Täter, John Hinckley Jr., wurde im darauffolgenden Jahr wegen Unzurechnungsfähigkeit freigesprochen. Er verbrachte Jahrzehnte in einer Hochsicherheitsabteilung des St. Elizabeths Hospital in Washington, bevor er 2016 entlassen wurde. Noch heute erinnert eine Plakette an der Außenmauer des Hotels an die dramatischen Ereignisse von 1981. Das Attentat vor 45 Jahren prägte nicht nur die Präsidentschaft Reagans sondern auch die Sicherheitsmaßnnahmen für zukünftige Präsidenten.