Barca und Inter im Champions-League-Halbfinale Barca und Inter im Champions-League-Halbfinale

 

 

Barca und Inter im Champions-League-Halbfinale

Im Gegensatz zum Spiel im Emirates-Stadium (2:2), wo Barcelona in den ersten 20 Minuten mächtig Druck gemacht und mehrere Riesenchancen auf die Führung vorgefunden hatte, hielten die Engländer diesmal von Anfang an voll dagegen. Und zur Überraschung aller gelang den Gästen im Camp Nou gar der Führungstreffer. Nach einem Walcott-Querpass scheiterte Nicklas Bendtner im ersten Versuch noch an Barca-Goalie Victor Valdes, in der Folge staubte der dänische Teamstürmer aber zum 1:0 ab (18.). Die Spanier zeigten sich davon aber unbeeindruckt und schlugen keine drei Minuten später zurück. Nach einer ungewollten Vorlage von Arsenal-Abwehrspieler Mikael Silvestre schoss Messi aus etwas mehr als 16 Metern genau ins Kreuzeck (21.).

Dies war aber erst der Beginn der Festspiele des argentinischen Superstars, der im Hinspiel noch im Schatten des diesmal fehlenden Doppeltorschützen Zlatan Ibrahimovic gestanden war. Über Abidal und Pedro kam der Ball zu Messi und der ließ sich diese Chance im Strafraum nicht entgehen (37.). Dem noch nicht genug krönte Messi seine Topleistung auch noch mit Treffer Nummer drei und einem lupenreinen Hattrick. Mit einem gefühlvollen Lupfer über Almunia sorgte der 22-Jährige für den 3:1-Pausenstand (42.). Und in der Schlussphase legte Messi noch einen nach, der Stürmer ließ Almunia im zweiten Versuch keine Chance (88.).

Messi zog mit seinem achten Champions-League-Saisontreffer an Cristiano Ronaldo (Real Madrid/7) vorbei und sicherte sich wohl schon vorzeitig die Torjägerkrone in der Königsklasse. Der argentinische Stürmerstar, der nun bereits bei 25 Champions-League-Toren hält, ist damit auch drauf und dran seine Vorjahresbestmarke zu überbieten.

Barcelonas Halbfinalgegner Inter Mailand, der den ersten Triumph im wichtigsten Europacup-Bewerb seit 1965 anpeilt, steht nach dem neuerlichen 1:0-Sieg gegen ZSKA Moskau zum ersten Mal seit 2003 im Halbfinale. Die Russen begannen auf dem Kunstrasen im Luschniki-Stadion zwar ambitioniert und fanden durch den Japaner Keisuke Honda nach 69 Sekunden den ersten Torschuss vor. Die Hoffnungen auf eine Sensation waren aber trotzdem schnell dahin. Wesley Sneijder verwertete einen Freistoß aus rund 20 Metern direkt zum 1:0 (6.), profitierte allerdings dabei von starker Mithilfe der Gastgeber. Der in der Mauer stehende Honda ließ den Ball passieren, in dem er in die Höhe sprang, zudem machte Goalie Igor Akinfejew beim Abwehrversuch keine gute Figur.

Italiens Tabellenführer stellte daraufhin großteils seine Offensivbemühungen ein, überzeugte aber gleichzeitig mit einer äußerst disziplinierten Defensivleistung. Die Russen hatten mehr vom Spiel und drängten auf den Ausgleich, der Tscheche Tomas Necid schoss knapp am Tor vorbei (23.), zudem konnte Inter-Goalie Julio Cesar einen gut angetragenen Versuch des bereits in der 14. Minute für Beresutski eingewechselten Chidi Odiah (44.) zur Ecke abwehren.

Auf der anderen Seite ließ Diego Milito die Möglichkeit auf die endgültige Vorentscheidung aus, der argentinische Topstürmer fand in Akinfejew seinen Meister (35.). Nach dem Seitenwechsel schwächten sich die Russen schnell selbst. Nach einem groben Foulspiel von Odiah an Eto'o sah der Nigerianer völlig zurecht die Ampelkarte (49.) und dadurch hatte die Mourinho-Elf leichtes Spiel. In der Schlussphase verhinderte Akinfejew eine höhere Niederlage der Moskauer, indem er im 1:1-Duell mit Milito die Oberhand behielt (73.).

Marko Arnautovic sah die Partie nur von der Tribüne aus, nachdem er der Kaderreduktion von Inter-Coach Mourinho von 23 auf 18 Spielern zum Opfer gefallen war.

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