Frisbee-Erfinder Fredrick Morrison gestorben

Zunächst warf er zum Spaß runde Kuchenbleche durch die Luft. Nach dem Zweiten Weltkrieg experimentierte der Pilot mit Plastikscheiben, die er in den 1950er Jahren, als das UFO-Fieber grassierte, passend auf den Namen "Flying-Saucer" (Fliegende Untertasse) taufte. 1955 bastelte er die "Pluto Platter" mit einem breiteren Rand, die zwei Jahre später von der Spielzeugfirma Wham-O gekauft und unter dem Namen Frisbee zum Renner wurde.

Der im vergangenen Jahr gestorbene Wham-O-Mitgründer Richard Knerr war derjenige, der das Vermarktungspotenzial von Morrisons Erfindung sofort bemerkte und erfolgreich kommerzialisierte. Mehr als 200 Millionen Kunststoffscheiben wurden seither als Strandspielzeug und Sportgerät weltweit verkauft. An US-Universitäten traten Studenten ab den 60er Jahren in Frisbee-Teams gegeneinander an. Inzwischen sind Frisbee-Sportarten wie Ultimate und Discgolf weltweit verbreitet.

Morrison hatte selbst nie ein Patent inne, wurde aber von der Firma Wham-O mit am Verkauf beteiligt. In einem Fernsehinterview im Jahr 2007 resümierte Morrison über seine Erfindung: "Die ganze Sache verwundert mich! Ich schüttle immer noch meinen Kopf". Dies sei wirklich nicht die Arbeit von Einstein gewesen, schmunzelte der Bastler. "Ich habe nichts zur aeronautischen Wissenschaft beigetragen, indem ich einem Kuchenblech eine Wölbung verpasst habe".

Die Erfindung des Plastik-Frisbees hat jedoch eine Vorgeschichte. Denn zumindest der Legende nach verdankt der Frisbee-Sport seinen Namen und seine Entstehung den Einweg-Kuchenblechen des amerikanischen Großbäckers William Russel Frisbie. Die Arbeiter in der Tortenfabrik sollen sich die leeren Bleche zugeworfen haben. Später machten es ihnen die Studenten der Yale University zum Spaß nach. Um ihre Kommilitonen vor einem heranfliegenden Blech zu warnen, riefen sie einfach "Frisbie", heißt es.

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