"Hicke" feierte in Taschkent seinen 62. Geburtstag

Dort absolviert Al Wahda am Mittwoch das sechste und letzte Spiel zur Gruppe B der asiatischen Champions League gegen den vom Brasilianer Luiz Felipe Scolari betreuten FC Bunyodkor. Es ist nur noch eine Abschiedsvorstellung für die Gäste, die bisher vier Niederlagen kassierten und nur gegen den iranischen Vertreter Zob Ahan Isfahan gepunktet (1:0 daheim) haben. "Daher werden wir auch nur mit der Reserve antreten", verriet Hickersberger, der ursprünglich den kompletten Kader hatte mitnehmen wollen.

Der Niederösterreicher hätte die Zeit in Taschkent zum Trainieren nützen wollen, um optimal für das Finish des nationalen Titelrennens gerüstet zu sein. "Aber dieser Plan scheiterte am Veto des Scheichs", sagte Hickersberger, dessen Elf drei Runden vor Saisonende mit fünf Punkten Vorsprung die Tabelle anführt. "Wir können aus eigener Kraft Meister werden, damit haben vorher auch die kühnsten Optimisten nicht gerechnet, auch ich nicht", meinte der Jubilar, dessen Ziel es gewesen war, den Winter 2009/10 in warmen Gefilden zu überstehen.

Das ist ihm problemlos gelungen. "Jetzt will ich unbedingt auch noch die ganze Saison überstehen. Eineinhalb Jahre hier im Amt zu sein, das schaffen nur die Wenigsten", weiß der "Wüstenfuchs" aus Erfahrung. "Natürlich will ich jetzt den Titel. Er würde mich für kurze Zeit zu einem glücklichen Menschen machen und es wäre persönlich eine riesige Motivation", meinte Hickersberger, der mit Stolz darauf verweist, dass ein Meistercoup der dritte auf seinen jüngsten drei Clubstationen wäre.

2002 holte er in Katar mit Al-Etehad SC und 2005 mit Rapid den Titel. Da er seinen Vertrag derzeit nicht finden kann ("Vielleicht liegt er in Österreich"), weiß er auch nicht, ob im Falle des Erfolges eine Extra-Prämie fällig ist. "Wenn nicht, dann geben sie mir vielleicht freiwillig Geld dazu", mutmaßt der 62-Jährige, dessen Kontrakt nach Saisonende ausläuft. "Danach haben ich noch 42 Tage bezahlten Urlaub und den Rückflug nach Österreich schon gebucht."

Verhandlung über ein Vertragsverlängerung gibt es derzeit keine, alles ist dem Titelkampf untergeordnet. Der Trainer aus der Alpenrepublik hat sich aber schon eine Meinung über seine sportliche Zukunft gebildet. "Ich weiß schon, was ich machen möchte", gab sich Hickersberger kryptisch. Alles scheint möglich, zumal er an seinem Geburtstag frei heraus kundtat: "Ich fühle mich nicht wie 62, sondern wie ein 60-Jähriger." (Schluss) wn/tsi

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