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Messi trifft und trifft für FC Barcelona

 

Messi trifft und trifft für FC Barcelona

Der Argentinier eroberte den Ball im Mittelfeld, lief über das halbe Feld, ließ mit Körpertäuschungen drei Gegner ins Leere laufen und schoss die Kugel unhaltbar ins Netz. "Mir fehlen die Worte", verschlug es selbst Barca-Trainer Josep Guardiola die Sprache. Saragossas Coach Jose Aurelio Gay war um Worte nicht verlegen: "Messi spielt wie Diego Maradona, nur schneller und mit höherer Drehzahl."

Natürlich schwärmte auch wieder die spanische Presse über den kleinen Mann mit dem großen Können. "Messi ist ein Gott des Fußballs", meinte das Fachblatt "Sport". "Marca" ergänzte: "Der Fußball zieht vor Messi seinen Hut." Barca, Titelverteidiger der Champions League und Primera Division, liegt in der nationalen Tabelle weiterhin punktegleich mit dem Erzrivalen Real Madrid auf dem zweiten Platz.

Aber Spanien erlebt nicht nur einen dramatischen Titelkampf zwischen Real und Barca, sondern auch das persönliche Duell zwischen Messi und Cristiano Ronaldo, den zwei wohl besten Fußballern der Welt. In diesem Wettkampf stellt der Argentinier den Portugiesen derzeit in den Schatten.

Im Dezember nahm Messi dem Real-Star den Titel des Weltfußballers ab, in der Torschützenliste der Liga hat er mit 25 Treffern zehn mehr auf dem Konto als "CR9". "Ronaldo schießt öfter aufs Tor, aber Messi trifft häufiger", ermittelte die Zeitung "El Pais" kürzlich.

Damit aber nicht genug. Messi ist in Spanien auch populärer als Ronaldo. Der kleine Argentinier erscheint mit seinem struppigen Haar noch immer als der einfache und bescheidene Bursch, der er immer war. Jede Geste von Arroganz ist ihm fremd. Ihn lieben einfach alle. Ronaldo wird dagegen nur von einem Teil der Fußballwelt verehrt. Der andere Teil hasst ihn, weil er in dem Portugiesen einen eingebildeten Schnösel sieht.

Während Messi wenig auf sein Aussehen achtet, will Ronaldo nicht nur der Beste sein, sondern auch der Schönste. Das Image von "CR9" leidet auch darunter, dass der Real-Star immer mit Geld in Verbindung gebracht wird: Ronaldo ist mit einer Ablösesumme von 94 Millionen Euro der teuerste Fußballer der Welt. Messi dagegen kostete keine Ablöse, denn er stammt praktisch aus der Talentschule von Barca.

Und Ronaldo blieb bei Reals 3:1-Sieg über Sporting Gijon am Wochenende ohne Treffer, hingegen erzielte Messi den zweiten Dreierpack nacheinander. Ein solches Kunststück hatte in der Ligageschichte bisher nur Salva Ballesta (Racing Santander) im Jahr 1999 geschafft. Dabei hatte der Argentinier an einer dicken Backe gelitten und in Saragossa eigentlich gar nicht spielen sollen. Aber er biss die Zähne zusammen und brachte Barca früh per Kopfball in Führung (4.). Als sein Team nachlässig wurde, legte Messi (65.,77.) einen Gang zu, schoss im Alleingang das 2:0 und erhöhte später auf 3:0.

Dennoch geriet der Sieg in Gefahr, denn die Hausherren verkürzten auf 2:3. Aber erneut war Messi zur Stelle. Er holte in der Schlussminute einen Elfmeter heraus. Und dann bewies er seine wahre Größe: Statt den Strafstoß selbst zu verwandeln, ließ er dem bis dahin glücklosen Zlatan Ibrahimovic den Vortritt, der dann das 4:2 erzielte. Zum Vergleich: Real-Stürmer Ronaldo hatte sich kürzlich mit Xabi Alonso darum gestritten, wer einen Elfmeter ausführen durfte.

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