Ruttensteiner:

Ruttensteiner: "Vor Belgien nicht fürchten"

"Die Niederlage war nicht ganz gerecht, die Hausherren hätten sich ein Remis verdient. Wer wie wir WM-Starter Dänemark besiegt, braucht sich vor Belgien nicht zu fürchten. Die Belgier verfügen über eine gute Mannschaft, aber mit einer guten Leistung sind sie vom Niveau zu erreichen und zu schlagen", erzählte ÖFB-"Spion" Willi Ruttensteiner im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur. Die Hausherren hatten einige junge Spieler aufgeboten und ein typisch niederländisches 4-3-3-Sytem praktiziert.

Ruttensteiner konzentrierte sich aber mehr auf die Kroaten, die Belgier wird er ohnehin noch öfters sehen. Im Vergleich zur 0:1-Niederlage bei der EM 2008 in Österreich habe sich in der Spielanlage der "technisch wie immer hervorragenden" Gäste nicht viel geändert. Der ÖFB-"Spion" hat zwei, drei neue Spieler kennengelernt. Im Tor stand Vedran Runje (RC Lens), in der Vierer-Kette links spielte Hrvoje Cale (Trabzonspor) und als Innenverteidiger wurde Ivica Krizanac (Zenit St. Petersburg) aufgeboten.

Etwas überrascht war der Oberösterreicher nur davon, dass Ivica Olic im Sturm nicht mit Mladen Petric, sondern mit Mate Bilic begonnen hatte. Der Stürmer von Sporting Gijon machte zur Pause dann dem gebürtigen Brasilianer Eduardo Platz. Das Goldtor erzielte vor rund 15.000 Zuschauern im Baudouin-Stadion Niko Kranjcar, der mit Regisseur Luka Modric im Mittelfeld treibende Kraft war, in der 63. Minute mit einem schönen Schuss aus etwa 18 Metern.

Als Constantini-Beoachter wohnte Josef Degeori dem 2:1 (2:1) von Aserbaidschan in Luxemburg bei. "Es war ein sehr schwaches Spiel, das vom Niveau und der Kulisse her Regionalliga-Atmosphäre hatte", berichtete der Ex-Teamverteidiger. Die Halbprofis versuchten es anfänglich mit einer Dreier-Kette und kassierten prompt zwei dumme Tore. "Aber nach dem Wechsel wurden die Aserbaidschaner an die Wand gespielt, ohne jedoch eine echte Torchancen zuzulassen", sagte der Niederösterreicher.

Die Aserbaidschaner, die am 8. Oktober in Österreich zu Gast sind, agierten in 4-2-3-1-Formation, zeigten sich hinten stark, kämpferisch und verfügten über drei, vier individuell gute Spieler. "Der Rest ist technisch nicht so gut. Ich hatte den Eindruck, dass unser Gegner nicht sein wahres Gesicht gezeigt hat", resümierte der Trainer von St. Margarethen (Burgenland). Nicht zu sehen bekam Degeorgi den 20-jährigen Stürmer Wagif Jawadow, dem der Ruf eines Jungstars vorauseilt und dessen Dienste sich in der Winterpause Twente Enschede gesichert hat.

Constantini hatte seine Scouts auch in München, wo Thomas Janeschitz Zeuge einer verdienten 0:1-Niederlage Deutschlands gegen Argentinien wurde, in Istanbul, wo die Türkei vor den Augen von Michael Baur Honduras 2:0 schlug, und in Antalya, wo Manfred Kern Kasachstan 0:1 gegen Moldawien verlieren sah, sitzen gehabt.

Von der Kulisse beeindruckt, vom Spiel wenig angetan war Thomas Janeschitz in München. "Ein typisches Freundschaftsspiel, von dem ich den Eindruck hatte, dass beide nicht an ihre Grenzen gingen", sagte der ÖFB-Beobachter nach dem 1:0 der Argentinier gegen Deutschland. Die Gäste wären die bessere Mannschaft gewesen und hätten verdient gewonnen.

"Sie haben die Partie total kontrolliert. Die Deutschen waren fehlerhaft in ihrem Spielaufbau und kamen erst in der 76. Minute durch einen Weitschuss zu ihrer ersten Torchance", meinte der Trainer-Ausbildner. Die Deutschen seien besser als sie sich gezeigt haben und natürlich Favorit Nummer eins in der EM-Qualifikation.

Janeschitz blieb natürlich nicht verborgen, auf welchen Positionen die Schlüsselspieler in der Elf von Österreichs Gruppen-Gegner spielen. "Über die beiden zentralen Akteure Ballack und Schweinsteiger läuft alles. Die Mannschaft versucht fast alles über die Zwei, dann wurde es an diesem Abend auch halbwegs gefährlich."

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