04. Oktober 2007 11:01
24 Projekteinreicher kommen 2007 in den Genuss einer finanziellen
Unterstützung durch die Plattform "Netidee". Für die Umsetzung ihrer
innovativen Projektideen im Bereich Internet stellen ihnen die Initiatoren
von der Internet Privatstiftung Austria (IPA) zwischen 4.000 Euro und 40.000
Euro zur Verfügung. Dotiert wurden unter anderem eine standardisierte
Sitemap-Software als Hilfe zum Surfen durch Internet-Seiten, ein
Hilfsdienst, der Laptops und damit das Internet zu älteren Menschen etwa in
Seniorenclubs und Krankenhäuser bringt, und ein Projekt der FH Hagenberg zur
Erhöhung der Internet-Sicherheit für Klein- und Mittelbetriebe.
Sicherheit als Schwerpunktthema
Thema Sicherheit stand auch heuer
wieder analog zum Vorjahr im Vordergrund. "Wir geben nur einen Startschuss,
das ist uns wichtig", betonte IPA-Stiftungsvorstand Rupert Nagler. "Wenn wir
fördern, dann wird es offensichtlich für andere Fördergeber attraktiver,
solche Projekte ebenso zu unterstützen." Insgesamt seien es 104 Bewerber
gewesen, welche sich um einen Anteil aus dem 500.000 Euro umfassenden
Fördertopf beworben haben. Am häufigsten sei der Antrag abgelehnt worden,
weil das Projekt nicht der Open-Source-Vorgabe entsprochen hätte, so
IPA-Förderungsbeirat-Mitglied Richard Stastny ergänzend.
Weitere wesentliche Bewertungskriterien für eine Förderzusage seitens der
größten Förderaktion Österreichs waren der praktische Nutzen und die
Umsetzbarkeit des Projekts, Projekte mit nachweisbaren Co-Sponsoren und vor
allem die Entwicklungsmöglichkeit des Projekts. So gebe es dieses Jahr
einige Projekte, welche auf jene des Vorjahres aufbauen. "Uns ist wichtig,
dass wir einen selbstorganisierten Schneeballeffekt fördern", so Nagler.
Veranstalter zuversichtlich
Was die Bewertung der im Vorjahr
geförderten Projekte betrifft, so ist für Nagler ein Projekt dann
erfolgreich, "wenn sich weitere Leute einbringen". So müsse nicht immer eine
kommerzielle Nutzung daraus entstehen. "Mir geht es mehr um die Verbreitung.
Natürlich sind wir auch stolz, dass aus drei Projekten eine GesmbH-Gründung
hervorging", zeigte sich Nagler beim gestrigen Pressegespräch im Wiener
Zigarrenklub optimistisch. "Aber es gibt auch schwarze Schafe", so sei im
vergangenen Jahr ein Projektbewerber nach Auszahlung der ersten Rate einfach
verschwunden. "In diesem Fall haben wir rechtliche Schritte eingeleitet", so
der IPA-Stiftungsvorstand.
Die IPA (Internet Privatstiftung Austria) ist eine gemeinnützige
österreichische Stiftung zur Förderung des Internet in Österreich. Die IPA
ist Eigentümerin des Internet-Verzeichnisdienstes nic.at (alle .at-Domains)
und enum.at (Telefonnummern im Internet). Aus deren Gewinnen fördert die IPA
Projekte und Aktivitäten, die sich mit dem Ausbau, der weiteren Verbreitung
und neuen Nutzungsmöglichkeiten des Internet in Österreich beschäftigen.