Die Kino-Highlights der Woche

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Die Kino-Highlights der Woche

Ryan Gosling und Russell Crowe zeigen in "The Nice Guys", dass sie auch lustige Filme machen können. Als ungleiches Ermittler-Duo müssen die beiden zusammenarbeiten, nachdem eine junge Frau vermisst und von einem mysteriösen Unbekannten verfolgt wird. Die Verschwörung dahinter, so stellt sich heraus, ist größer. Auf der Suche nach der Wahrheit begeben sich March und Healy auf eine holprige, gefährliche Suche durch L.A..

Bereits 1934 emigrierte der jüdische Schriftsteller Stefan Zweig von seiner Heimat Österreich nach London. Über die Stationen New York, Argentinien und Paraguay gelangte er 1940 nach Brasilien. Von den Exiljahren Zweigs erzählt Maria Schraders einnehmender Episodenfilm "Vor der Morgenröte" ab Freitag im Kino. In der Rolle des zunehmend lebensmüden Pazifisten Zweig brilliert Josef Hader.

oe24 hat für Sie die Filmstarts der Woche im Überblick!

The Nice Guys
USA 2016, 116 min
Regie: Shane Black
Mit: Russell Crowe, Ryan Gosling, Matt Bomer, Kim Basinger, Ty
Simpkins

www.theniceguys-film.de

Als sich der vom Pech verfolgte Privatdetektiv Holland March (Ryan Gosling) und der Knochenbrecher Jackson Healy (Russell Crowe) im Los Angeles der 70er-Jahre das erste Mal über den Weg laufen, richtet letzterer den ersten übel zu. Der Fall einer vermissten jungen Frau spannt die beiden ungleichen Männer dann aber doch zusammen - und lässt sie auf eine Verschwörung stoßen, die den mysteriösen Tod eines Pornostars miteinschließt und Kreise bis ins Justizministerium zieht... Mit "The Nice Guys" setzt Shane Black fast 30 Jahre nach seinem Drehbuch zu "Lethal Weapon" und elf Jahre nach seinem Regiedebüt "Kiss Kiss, Bang Bang" erneut auf die Kombination von Buddy-Movie, Actionkomödie und Krimi. Das geht vor allem dank des guten Zusammenspiels der beiden Hauptdarsteller wunderbar auf.


Der Moment der Wahrheit
USA 2015, 125 min
Regie: James Vanderbilt
Mit: Cate Blanchett, Robert Redford, Topher Grace, Dennis Quaid,
Elisabeth Moss

http://der-moment-der-wahrheit.de

Dan Rather (Robert Redford) war als Moderator der wöchentlichen Investigativ-Sendung "60 Minutes" in den Vereinigten Staaten über Jahrzehnte eine Institution. 2004 musste er aber nach einem schlampig recherchierten Bericht über die Militärvergangenheit George W. Bushs seine Sendung abgeben. Das Journalismusdrama "Der Moment der Wahrheit" erzählt diesen Skandal nach und bezieht deutlich Stellung für Rather und seine Redakteurin Mary Mapes (Cate Blanchett).


Everybody Wants Some!!
USA 2016, 117 min
Regie: Richard Linklater
Mit: Tyler Hoechlin, Zoey Deutch, Ryan Guzman, Blake Jenner, Dora
Madison Burge

http://everybody-wants-some.de

2014 wurde Richard Linklater vielerorts gefeiert und gelobt für sein Werk "Boyhood", für das der US-Regisseur über einen Zeitraum von zwölf Jahren tätig war. Nun kommt Linklaters neuer Film in die Kinos; es geht um die letzten drei Tage vor dem Beginn des College. Diese Tage verbringen die männlichen Protagonisten mit verschiedenen kurzweiligen Aktivitäten: Bier trinken, Marihuana rauchen, Tischtennis spielen, Tanzen und den Frauen nachjagen. Linklater hat seine knapp zweistündige Komödie mit wenigen bekannten Namen besetzt, darunter Zoey Deutch. Der Soundtrack umfasst eine ganze Reihe an 70er- und 80er-Jahre-Klassikern.


Green Room
USA 2015, 96 min
Regie: Jeremy Saulnier
Mit: Anton Yelchin, Imogen Poots, Patrick Stewart, Alia Shawkat,
Mark Webber

www.green-room-film.de

Als die Punkrock-Band von Pat, Reece, Sam und Tiger in einer von Neonazis geführten Raststätte spielen soll, verwandelt sich ihre eher erfolglose Tour in einen blutigen Überlebenskampf. Ihr Konzert bringen sie zwar noch halbwegs glimpflich über die Bühne, als Pat im Backstage-Raum Zeuge eines Mordes wird. Die Freunde verbarrikadieren sich in dem Raum, bald wird ihnen aber klar, dass nur sie sich nur selbst mit einem Fluchtversuch aus der lebensgefährlichen Lage befreien können. Und so setzt die blutige zweite Hälfte des Films ein - Macheten, Pitbulls, Teppichmesser: Die blutigen Action-Szenen sind kein Stoff für schwache Nerven.


Vor der Morgenröte
A/D/F 2016, 105 min
Regie: Maria Schrader
Mit: Josef Hader, Barbara Sukowa, Aenne Schwarz, Matthias Brandt,
Charly Hübner

www.vordermorgenroete.x-verleih.de

Bereits 1934, ein Jahr nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland, beschloss Stefan Zweig, seine Heimat Österreich zu verlassen. Von den Exiljahren des berühmten österreichischen Schriftstellers in Nord- und Südamerika erzählt nun die deutsche Schauspielerin und Regisseurin Maria Schrader in ihrem Episodenfilm "Vor der Morgenröte". Sechs Momentaufnahmen zwischen 1936 und 1942 machen einen zunehmend einsamen, ob des Untergangs Europas verzweifelten Zweig spürbar. In der Rolle des überzeugten Pazifisten und ambivalenten Exilanten brilliert Josef Hader.


Tomorrow
F 2015, 118 min
Regie: Cyril Dion, Mélanie Laurent

www.tomorrow-derfilm.de

Erwärmung der Atmosphäre, Luftverschmutzung, Plastikmüll: Gefahren, die das Leben auf der Erde bedrohen. Um das Ende der Zivilisationen verhindern, haben der französische Aktivist Cyril Dion und die französische Schauspielerin Mélanie Laurent "Tomorrow - Die Welt ist voller Lösungen" gedreht. In dem Dokumentarfilm haben sie nach Lösungen zur Rettung der Welt gesucht. Dazu reiste das Duo in zehn Staaten, um vor Ort mit Umweltschützern, Experten und Wissenschaftern zu reden. Sie zeigen Alternativen und Projekte. Dabei suchen sie auch nach Auswegen aus der Bank- und Wirtschaftskrise. Die Doku, im Original "Demain", wurde mit dem französischen César in der Kategorie Bester Dokumentarfilm ausgezeichnet.


Holz Erde Fleisch

A 2016, 71 min
Regie: Sigmund Steiner

www.holzerdefleisch.com

Dokus über Landwirtschaft und Ernährung haben sich zu einer heimischen Spezialität entwickelt. Der Steirer Sigmund Steiner geht es in "Holz Erde Fleisch" weniger global an: Gemüse-, Wald-, Schafbauer, zwei Generation sind am Wort. Der Film nähert sich nicht nur dem Verhältnis zwischen Alt- und Jungbauer an - am Ende meint man auch als Stadtmensch, einiges nachvollziehen zu können. Bei der Diagonale wurde der Film heuer mit dem Großen Diagonale-Preis in der Dokumentarfilmsparte prämiert, beim DOK.fest München folgte die Auszeichnung als bester deutschsprachiger Film.


Urania Descending (exklusiv im Metro Kinokulturhaus)
USA/A/F 2016, 69 min
Regie: Tav Falco
Mit: Gustavo Falco, Via Kali, Peter Reisegger, Duncan J. D. Smith

www.uraniadescending-themovie.com

Seit über zehn Jahren lebt der gebürtige US-Amerikaner Tav Falco mittlerweile in Wien. Seinen ersten Spielfilm hat der Musiker, Autor, Fotograf und Underground-Filmemacher dementsprechend in der österreichischen Hauptstadt angesiedelt: In "Urania Descending" macht sich eine junge Amerikanerin spontan nach Wien auf, wo sie in eine Intrige um die Suche nach einem versunkenen Nazi-Schatz gerät. Das Ergebnis ist laut Filmarchiv Austria "ein von Metaphern und Stimmungsbildern durchzogenes filmisches Gedicht in Schwarzweiß, in dem die Vergangenheit die Zukunft und die Zukunft die Vergangenheit einholt".
 

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