04. Mai 2010 16:24
© 2009 Concorde Filmverleih GmbH
Tony Stark alias "Iron Man" lässt sich als Popstar feiern. Er hat den
"Weltfrieden privatisiert", verkündet der exzentrische Milliardär und
geläuterte Waffenhändler im High-Tech-Kampfanzug vor einem
Regierungskomitee, das die nationale Sicherheit nicht gänzlich in den Händen
des eitlen Teilzeitsuperhelden sehen will. Robert Downey Jr., erneut
großartig in der Rolle des größenwahnsinnig-fehlbaren Physikers, wird im
zweiten Teil des Comic-Spektakels aber auch noch mit weiteren
Begehrlichkeiten konfrontiert - etwa jenen des Waffenmagnaten Hammer (Sam
Rockwell) oder des russischen Killers Ivan (Mickey Rourke). Am Donnerstag,
6.5. startet "Iron
Man 2" im Kino.
"Iron Man 2" - Darum gehts
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Mit einem betrunkenen Mickey Rourke in einem klischeehaft dreckigen
Verschlag in Russland beginnt die nach dem erfolgreichen und
vielgelobten ersten Teil von Fans schon sehnsüchtig erwartete
Fortsetzung. Während im Fernsehen das Coming-Out von Stark übertragen
und diskutiert wird, stirbt Ivans Vater - und der Bastler und Erfinder
schwört "Iron Man" bittere Rache. In welchem
Zusammenhang Ivan mit Iron Man steht, wird sich erst später
herausstellen. Bis dahin ist der anachronistische Antagonist schon
längst beim Autorennen in Monaco auffällig geworden, wo er Tony Stark
mit seinen elektrisierenden Peitschen ganz schön aus dem Konzept
bringt.
Stark tut sich immer schwerer, seine Geschäfte und seine Aufgaben
unter einen Hut zu bringen, sein Herz ist aufgrund der neuen
Technologie labil, sein Blut vergiftet zusehends. Er ernennt seine
ebenso loyale wie hübsche Assistentin Pepper Potts (Gwyneth Paltrow)
zur Vorstandsvorsitzenden seines Konzerns und die nicht minder
hübsche, aber undurchsichtige Natasha Romanoff (Scarlett
Johansson) zu ihrer Nachfolgerin. Und er liefert sich an seinem
Geburtstag mit seinem besten Freund (Don Cheadle im Kampfanzug) einen
mit Daft Punk unterlegten Fight in der eigenen Villa. Das hochkarätige
Schauspiel-Ensemble (u.a. auch Samuel L. Jackson) trägt den Film zu
einem Gutteil.
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Aber auch der ironische Zugang, mit dem Regisseur Jon Favreau schon an den
ersten Teil des Action-Blockbusters heranging und der wohl nicht
unwesentlich zu den 572 Millionen Dollar an weltweitem Einspielergebnis
beigetragen hat, kommt in der Fortsetzung der Marvel-Comicverfilmung nicht
zu kurz. Dazu kommen intensive und packend inszenierte Actionszenen, stets
der Handlung untergeordnete Special Effects und die Erkenntnis, dass ein
Film heute noch nicht zwingend in 3D sein muss, um das Publikum
richtiggehend in den Film zu saugen. Auch wenn insgesamt weniger manchmal
mehr gewesen wäre, der Film wird auf jeden Fall die Vorfreude auf Teil drei
anheizen.