Bangen um Netrebko

Krank

© Herwig Prammer

Bangen um Netrebko

Dem Publikum schwante nichts Gutes, als ein Mitarbeiter der Wiener Staatsoper zu Beginn der Manon-Vorstellung am vergangenen Mittwoch vor den Vorhang trat.

Er bat die Zuschauer um Verständnis, dass Anna Netrebko wegen einer plötzlichen Erkrankung die Titelpartie nicht singen wird. An ihrer Stelle würde Alexandra Reinprecht spontan einspringen. Sonst reagieren Zuschauer, die wegen „ihrer“ Stars in die Oper kommen und teure Tickets bezahlen, oftmals mit Buhs auf solche Mitteilungen. Diesmal gab es aber höflichen Applaus. Völlig zu Recht. Denn Reinprecht überwand die in dieser Situation natürliche Nervosität laut Augen- und Ohrenzeugen sehr schnell, steigerte sich von Szene zu Szene, von Akt zu Akt – sang auch die hohen Töne grandios und erhielt am Ende der Vorstellung Standing Ovations und Bravos.

Holender gratulierte
Wie man erfährt, rief Staatsoperndirektor Ioan Holender, der gerade anlässlich eines Eugen Onegin-Gastspiels in Tokio weilt, die Sängerin nach der Vorstellung an und gratulierte.

Bleibt die Frage: Wird Anna Netrebko die beiden nächsten, restlos ausverkauften, Manon-Vorstellungen am 12. 4. und am 15. April wieder singen können? Immerhin wären es ihre letzten auf der Opernbühne vor der für Ende Juni anberaumten

Babypause
Verkühlung. Dazu war gestern so viel zu erfahren: Netrebko ist verkühlt und will wegen der Schwangerschaft keine Medikamente nehmen. Weitere Absagen gab es aber (bis Redaktionsschluss) keine. In der Regiekanzlei der Staatsoper hieß es: „Sie hofft und wir hoffen, dass sie wieder auf die Beine kommt.“

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