Wiener Festwochen

Uraufführung: Bondy inszenierte Handke

Peter Handke
© TZ Österreich Neumeyr
Handkes "Die schönen Tage von Aranjuez" feiert in Wien Uraufführung.
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"Die schönen Tage von Aranjuez" sind nun vorbei - jedenfalls die Uraufführung des gleichnamigen Stücks von Peter Handke. Im Akademietheater gab es am 15. Mai für die vom Intendanten Luc Bondy inszenierte Koproduktion der Wiener Festwochen mit dem Burgtheater nach einer Stunde und 50 Minuten höflichen Applaus und einige wenige Bravos.

Sommerdialog über Liebe und Leben
Dörte Lyssewski und Jens Harzer hatten als "die Frau" und "der Mann" Handkes "Sommerdialog" über Liebe und Leben, Natur und Menschheit zu bestreiten. Dafür wurde auf einer von Dichter-Tochter Amina Handke mit wenigen Versatzstücken gestalteten Hinterbühne eine eindeutige Rollen-Verteilung vorgenommen: Harzer übernahm den ironisch distanzierten, spielerischen Part und bot mit Ritterharnisch, dem Federschmuck eines Indianerhäuptlings oder falschem Schnurrbart immer wieder heitere, kurze Theater-Einlagen, während Lyssewski die Fragen nach dem Liebes-Vorleben ihrer Figur mit großer Ernsthaftigkeit zu beantworten suchte.

Zusammenleben zwischen Frau und Mann
Wirklich eigenständiges Bühnenleben erhielten Handkes Variationen über eines der ältesten Menschheitsthemen, das Zusammenleben von Mann und Frau, trotz aller hochkarätigen Bemühungen indes nur sehr begrenzt - und auch die Begeisterung des Premierenpublikums hielt sich in Grenzen.

(APA)

Die Kultur-Highlights des Jahres 2012


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© Stephan Wyckoff

Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus Erl

Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus ErlBot der Eröffnungsfestakt am 26. Dezember noch eine wilde Mischung aus Donizetti und Bartok, so hatte das neue Festspielhaus in Erl seine wahre Feuertaufe mit Mozarts "Le Nozze di Figaro" zu bestehen. Gustav Kuhn startete das Opernprogramm der ersten Winterfestspiele im kleinen Tiroler Dorf in seiner bewährten Doppelfunktion als Regisseur und Dirigent mit einer schnörkellosen Da Ponte-Produktion. Dabei strich der Maestro die Stärken dieses architektonischen und vor allem akustisch gelungenen neuen Festspielhauses heraus. Allgemeine Jubelsalven für Kuhn und seine vorwiegend jungen Sänger nach einem langen Mozart-Abend.

© tirolerfestspiele.at

Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg

Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg Kommt der Prophet nicht zum Berg, kommt der Berg zum Propheten: Nach der dissensbedingten Absage von Dirigent Franz Welser-Möst, der 2013 bei den Salzburger Festspielen mit Sven-Eric Bechtolf die "Cosi fan tutte" hätte inszenieren sollen, feierte am Mittwochabend (19. Dezember) die "Ariadne auf Naxos" der heurigen Festspiele in der Wiener Staatsoper ihre umjubelte Premiere - mit Welser-Möst am Pult und Sven-Eric Bechtolf als Regisseur. Vornehmlich auf sängerischer Ebene bot der begeistert aufgenommene Abend einige echte Entdeckungen.

© APA/HERBERT P. OCZERET

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