Die Bilanz der Festwochen Gmunden 2007

Ausklang

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Die Bilanz der Festwochen Gmunden 2007

15.000 Zuseher und ein ganz besonderer Festgast: Hochzufrieden zogen nach 82 Veranstaltungen die Initiatoren der "Salzkammergut Festwochen Gmunden" Bilanz. "Wenn ein Peter Handke persönlich kommt, dann spricht das schon für unser Festival", sagte Festwochen-Präsident Martin Aistleitner. Die Gesamtauslastung lag bei rund 85 Prozent. "Das wäre noch zu steigern gewesen. Wir haben jedoch viele Spielorte nicht nach der Quote gewählt, sondern nach dem Ambiente", erläuterte Intendantin Jutta Skokan. Bewährt hat sich heuer einmal mehr die Spartenvielfalt. Konzerte aller Stilrichtungen, Lesungen, Theater, Film und Ausstellungen lockten in unzählige Spielstätten in und rund um Gmunden.

Fest für Handke, Fest für Ransmayr
Besonderes Interesse galt der Premiere des "Festivals im Festival": Das viertägige "Fest für Peter Handke" versammelte Weltstars wie Bruno Ganz oder Wim Wenders sowie eben den Autor selbst in Gmunden, das Publikum habe die ganztägigen Erkundungen in dessen Werk sehr gut angenommen. "Das werden wir auch 2008 fortsetzen, wenn sich ein Fest Christoph Ransmayr widmet. Der Festcharakter mit Lesungen, Vorträgen und Diskussionen von früh bis spät bleibt erhalten", so Skokan.

Ausblicke 2008
Über den Autor Ransmayr hinaus soll im kommenden Jahr ein großer Schwerpunkt auf Künstler der Region gelegt werden. Angesichts der oberösterreichischen Landes-Ausstellung unter dem Motto "Salzkammergut" werden verstärkt Komponisten und Autoren der Region bei den Festwochen Gmunden vertreten sein. Die stilistische Offenheit spiegle sich in einem Projekt wieder, das Jazzern die Auseinandersetzung mit Klassikern gewährt. "Der US-Pianist Jason Moran widmet sich Johannes Brahms, sein russischer Kollege Simon Nabatov nimmt sich Arnold Schönbergs an", kündigte Skokan an. Ein Kompositionsauftrag wird an Martin Reiter vergeben.

Koglmanns Haydn-Paraphrase
Die zeitgenössische Musik stand auch im Zentrum des letzten Abends des Gmundner Festwochen-Kernprogramms Der Wiener Trompeter und Komponist Franz Koglmann präsentierte seine Haydn-Paraphrase "Nocturnal Walks", das Konzert des "Ensemble XX. Jahrhundert" wurde von einer CD-Präsentation des Labels "col legno" begleitet. "Vielleicht tun sich die Leute schwer mit mir, weil meine Musik sowohl im Jazz als auch in der so genannten E-Musik beheimatet ist", so Koglmann.

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