Eine

Schock-Bilder

© Kunsthalle

Eine "Zumutung", diese Kunsthalle

Die Kunsthalle im Wiener MQ versucht es zurzeit mit "brutaler Ehrlichkeit": "Wir haben ein Produkt, das nicht viele haben wollen", sagte der Direktor der Wiener Kunsthalle, Gerald Matt. Nicht gerade ein Werbespruch, könnte man meinen - doch die neuen Imagekampagne, die die Kunsthalle in den kommenden Tagen und Wochen startet, sorgt schon vorab für Aufregung. "Zeitgenössische Kunst ist nicht leicht oder gefällig, sie ist schwierig und provokant - wir machen aus der Not eine Tugend." Für die neuen Videospots, die in Kürze in Wiener Programmkinos zu sehen sind, haben Kunsthalle und die Agentur Jung von Matt den gestaltenden Künstlern daher das Motto "Mehr als man erträgt" vorgegeben. Horror-Elemente fließen in die außergewöhnlichen Video-und Fotarbeiten ein.

Blut, Schmerz, Gewalt
Mit erschütternden Bildern wie heftigen gewalttätigen Reaktionen soll die neue Imagekampagne den Besucher an- und aufregen. Da schlägt einer mit dem Kopf an die Wand, wieder und wieder, da hackt jemand ohne Unterlass auf seine bereits blutig aufgeplatzten und verstümmelten Finger ein und da endet ein Kampf zwischen zwei Bergsteigern am verschneiten Gipfel mit der Fahne, die in den Körper des Verlierers gerammt wird. Das Plakatsujet des Fotografen Martin Klimas zeigt einen zerplatzenden, blutspritzenden Kopf mit interessiertem Blick - "Wir wollten den Betrachter selbst in den Mittelpunkt stellen", so Josef Koinig von Jung von Matt. "Das was zeitgenössische Kunst auslöst." Nämlich: Mehr als man erträgt.

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Bildcredit Kunsthalle Wien

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